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Das letzte Gericht
Entstehung
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13Arme. O, wenn endlich ein solches Kommte dasGanze unsers Pilgerlaufes schließt und krönt; wasists, ob dann zuvor auch manches räthselhafte: Zie-het hin! an uns ergeht, das in Hohlgassen unddürre Wüsten, in rothe Meere und Feuerflammenuns hinunter weis't. »Kommt her, Gesegnetemeines Vaters! Reicher, seliger Name. Mei-nes Vaters Geliebte, seine Augäpfel, seine Auserkor-nen. O Adel sonder Gleichen! Wie sind sie hoch ge-kommen diese Sünder. Kommt und ererbet! Hörtihr, Erbtheil, Vermächtniß ist das ewige Leben, nichtverdienter Lohn. Unser Ruhm ist aus. Der Todunsers erstgebornen Bruders hat uns so reich ge-macht. Ererbet das Reich. Es ist das vollen-dete, das Reich der Ehren und der Herrlichkeit.Ja Freunde, die Welt ist da noch nicht zu Ende,wo am fernen Seegestade einsam der Sturm heult;oder wo droben der trauernde Mond geht, und diestillen Sterne wehmüthig zur Erde niederschauen. Esgibt darüber hinaus noch eine andere, weitere, lichtereregion. O, da ist's besser sein, als hier. Da trägtman keine Rosen mehr zu Grabe, da droht der Liebekeine Trennung mehr; da ruhet kein Galletropfenmehr im Freudenbecher. Eine solche Welt ist da, sowahr die Existenz eines Gottes nothwendig das Da-sein einer solchen Welt erheischt; so wahr eine Scheuneda sein muß, wohin der große Gott seine edlen Saa-ten aus der Wüste sammle, und eine Auflösungs-und Ausgleichungsstätte für alle die tausende vonWidersprüchen, Räthseln, Dissonanzen, die uns sohäufig hienieden noch begegnen. Diese Welt derreinsten Seligkeit ererbt das Volk. =Ererbet dasReich, das euch bereitet ist von Anbeginn derWelt. Hört ihr, euch bereitet, noch ehe ihr gebo-ren wart. Also in freister Gnade wurzelt eure Er-