12ehe kann Einem werden, wie bedrückt, wie traurig!Aber so wirds geschehen. O Freunde, nur Ein Bandgibts, das auf immer hält. Es ist die Gemeinschaftdes Glaubens an Jesum Christum. Die Hände, diesich in dem Gekreuzigten zusammen fügten, bleibenewig in einander ruhen. Die Bündnisse, die in sei-nem Namen und in seiner Liebe geschlossen wurden,überdauern Zeit und Stunde, Himmel und Erde;aber auch nur diese. O, wenn innige Befreundungunter euch wohnt, wie könnt ihr vergnügt sein imBesitze eurer Lieben, so lange ihr euch diesen Besitnicht auch für die Ewigkeit gesichert wißt. O Schatzaller Schätze, das Bewußtsein: wir wandern selb-ander nach Jerusalem! — Hört, in Jesu einigt euch,und ihr habt den hehren Schatz gehoben.III.Die Vorbereitungen zum Gerichte sind getroffen,das Gericht selbst nimmt seinen Anfang. Auf dasVolk zur Rechten wirft der König zuerst den Blick.Ein unscheinbar Volk. Nicht viele Edle, Weise, Ge-waltige nach dem Fleische. Verachtete Leutlein meist.Ein Volk, das in den Augen der Welt schwach, thö-richt, Nichts war. Alle Wetter gingen darüber her.Tausende von Schmachtiteln wurden ihm angehängt.Jetzt kommts zu Ehren. Der König würdigt es zuerſtseines Anblicks. O seht diesen Himmel voll zärtlich-ster Liebe in seinem Auge. Er öffnet den Mundzum Urtheilſpruche, und o der ſüßen Klänge, die dazu unserm Ohre dringen! Kommt her, ruft er,2ihr Gesegneten meines Vaters! Ererbet das Reich,das euch bereitet ist von Anbeginn der Welt. WelchWort der Herrlichkeit! »Kommt!⸗ Trauter Freun-desruf, Ladung an des großen Königs Herz, in seine
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