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[1] (1784) Verfassend die 150 Psalmen Davids, in teutsche Reimen gebracht von Ambrosio Lobwasser ...
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132Der 119. Psalm.gnädig und barmherzig seyn, lich. Ihr herz ist fett, hofärtigWie mich dann vertröstet die aufgeblasen: Ich aber dicht all-verheiſſung dein.zeit auf dein gesetz: Auf welche30. Daß ich gerad zugeh, und irre ich alle meine wollust setz.36. Gut ist mirs, daß du michnicht, Mit allem fleiß ich meinergeniedrigt hast, Daß ich nunweg bedenke, All mein gedanmuß deinem gesetz nachtrachten /ken sind darauf gericht, Zu dei-Dafür ich dann hab weder ruhnem zeugniß meine süß ich lenke, Ich eil sehr, und unsäumnoch rast. Silber und gold,man hoch pflegt zu achten, Wielich dahin streb, Daß ich nachviel das sey, halt ich gering unddeinen geboten allzeit leb.31. Beraubet hat mich der gottschlecht, Wann ich das ansehelosen rott, Geplündert: doch dasgegen deinem recht.gar unangesehen, Vergeß ich nicht37. Sünstlich und fein mich hatdein göttliches gebott. Zu mitterJ. gemacht dem hand Lnacht ich oft pfleg aufzustehen, Undrum du mich deine gebotdir zu danken in demuthigkeit, Fürwollst lehren, Auf daß ich der magdie gerichte deiner gerechtigkeithaben ein verstand, So werdet32. Zu solchen leuten ich michsich die freuen, die dich ehren-halt allein, Die dich, HErr! fürch-Welche das sehen, daß mir da-ten, und für augen haben, Undsgeschicht, Darum, daß auf deinhalten sich nach den geboten dein, wort steht mein zuversicht.Der deiner güter reichen milden 38. Gerecht du in deinem gerich-gaben, Ist alle welt voll, drumste bist, Ich weiß, daß du niemandverleih mir, HErr! Deiner ge=unrecht wirst strafen, Und daßbote rechten verstand mich lehr. mein straf auch wohl verdienet ist33. ich bin dein knecht, dem du Ich bitt dich drum du wollst gnäviel guts erweißt, Nach dig verschaffen, Daß ich wiedrumdeinem wort und tröstli=getröstet werden mag, Nach mitchem verheissen, Drauf ich mich deinem knecht geschehener zusagwill verlassen allermeist. Eins 39. Beweiß an mir deine batterechten sinus wollst du mich un-herzigkeit, So werd ich lebenterweisen: Verleih mir dein er=dann zu dein'n geboten Hab ichkenntniß hell und klar, Dann deine ein sonderlich begierlichkeit. Dagebot halt ich für recht und wahr. stolzen wird man dann hinwie34. Zuvor ich also gezüchtigt war der spotten, Die mich verdraDa pflegt ich in der irre umzuge=cken unter falschem schein:hen, Jetzt halt ich mich an dein aber rede von deim befehl allein.wort ganz und gar, Mit höch= 40. Ich wollt, daß jederman sichstem fleiß ich stets darauf will hielt zu mir, Aus denen, die dichsehen. Du bist ein gütiger und förchten und recht ehren, Deinmilder HErr, Derhalben mich zeugniß lieben, und stets die-deine rechte treulich lehr.nen dir, Mein herz bleib rei35. Die stolzen dichten lügen und laß sich nicht verkehren,wider mich: Ich aber dein ge=Sondern halt sich mit fleiß anbot ohn unterlassen Halt, und dein gebot, Auf daß ich nichtbewahr dein lehr ganz fleißig- werd zu schanden noch zu spott.