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Erinnerungen aus den Feldzügen der bergischen Truppen in Spanien und Rußland
Entstehung
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121hülfloser Zustand, brachten doch endlich bei diesem bizarrenMann eine Art Rührung hervor; er schenkte uns 8 Du-ros, (44 Francs) und ließ jedem 1 Kommishemd, 1 paarleinene Hosen und 1 paar Schuhe geben. Welch' eineWohlthat in unserer Lage! Sein begleitender Adjutanthatte meine ganze bergische Uniform auf dem Leibe undauch meine Patrontasche umgehängt; ich bat ihn um einenkleinen Austausch, aber er gab mir zur Antwort, daß ichim gegenwärtigen Falle nichts weiter bedürfe. Am 8.August wurden wir wieder weiter transportirt und lang-ten nach 2 Tagen bei Merinos Haufen an, mit demwir am 5. um die Mittagsstunde die Straße zwischenBurgos und Monasterio überschritten. Wir hörtendie Glocken in Burgos; unsern freien Brüdern so naheund doch keine Erlösung, wer beschreibt dieses Gefühl?Merinos Heerhaufen verließ uns bald und wir gingenmit unserer Bedeckung über Reynosa nach Potes.Hier wurden wir spanischen Linien=Truppen übergeben,erhielten eine bessere Behandlung und dankten Gott, ausden Händen jener Räuber erlöst zu sein. Wir durchstreif-ten das ganze nördliche Spanien und wurden endlich durchGallizien über Corona und Ferol auf die SeefestungenSt. Philipp und Antonio gebracht. In Coronahatte ich noch den Lanzier v. Carnap bei mir, er starbaber an diesem Orte an den erhaltenen Wunden; der Ver-lust dieses letzten Gefährten schmerzte mich sehr. Unser Un-terhalt war höchst erbärmlich zu nennen; Geld erhielten wir