120hingekommen war. Zur Bewachung gab man uns einenUnteroffizier mit 16 Gemeinen. Dieser Unteroffizier hießSimon; er hatte keinen übeln Charakter, aber — er warSpanier und Guerilla, zwei Eigenschaften, von denen wiralles, doch leider nichts gutes zu hoffen hatten. DreiMonate beinahe blieben wir hier bei magerer Kost fürden Fall, daß von unserer Seite etwas vorfiel, aufbe-wahrt, als Repressalien erschossen zu werden. Endlich am21. Juli, Morgens gegen 9 Uhr, erschien Merino per-sönlich und stattete uns einen Besuch ab; wir erkanntenihn gleich, standen schnell auf und begrüßten ihn mit denWorten: „Excelentissimo General!“ das schien demMörder zu gefallen, und er frug uns mit einer rauhenStimme: „Coneste uste mi, jo soy el grande Bar-baro de toto de Espania.“ Diese Aeußerung ließ unsnichts gutes erwarten, aber er fuhr fort und pardonirteuns mit den Worten: „Ihr seid die ersten, die ich pardo-nire und dies geschieht bloß aus dem Grunde, weil Ihrkeine Franzosen seyd; nur den Husaren will ich erschießenlassen.“ Dann frug er hastig: qui est el official delos Lanzieros, worauf ich einen kleinen Schritt vortrat.Er nahm mich beim linken Ohr, schüttelte mir den Kopfmit den Worten: „Mi par tu est un bon soldano.und wünschte zu wissen, ob ich Dienste nehmen wollteDa meine Kopfwunden noch nicht geheilt waren, so liefdurch die Erschütterung mir das Blut über die Wangen herab.Unser bleiches gespensterartiges Aussehen und unser nackter
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Erinnerungen aus den Feldzügen der bergischen Truppen in Spanien und Rußland
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