22nur selten und wenig, wurden aber scharf bewacht undunter keiner Bedingung durften wir ans Land gehen. End-lich, nachdem wir 2 Jahre und 4 Monate solches Elend allerArt ausgestanden, wurden wir beim Frieden von 1814 aus-gewechselt; indessen war unsre Reise noch immer beschwerlichund oft sehr gefahrvoll für uns. Der Transport bestand aus160 Offizieren und 2000 Soldaten, von denen unterwe-ges noch manche vermißt wurden, die in die Hände derBauern gefallen und ermordet worden waren. Oft muß-ten sogar bedeutende Umwege gemacht werden, um demGebirgs=Volke nicht in die Hände zu fallen, das sich zuSchaaren versammelte, um uns nach seiner Art das letzteLebewohl zu ſagen!“Dies das Bild der Gefangenen in den Händen der Guerillas.Am 5. März 1813 war unser Lanzier=Regiment so-weit aufgerieben, daß der kleine Rest Befehl erhielt, in dieHeimath zurückzukehren; er trat daher unverweilt seinenMarsch über Bayonne, Bordeaux, Limoges, Dijonund Luxemburg an, und traf den 7. Juni mit 105Mann, nach einer Abwesenheit von fast 5 Jahren, zuDüsseldorf wieder ein.Die unberittene Mannschaft, so wie mehrere Offizierewaren früher schon zu verschiedenen Zeiten aus Spanienzurückgegangen; aus ihnen war das 2. Lanzier=Regimentgebildet worden, das, wie im ersten Theile erzählt, an derBerezina bei Borisow unter dem Obersten Grafen vonNesselrode gefangen genommen wurde.
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Erinnerungen aus den Feldzügen der bergischen Truppen in Spanien und Rußland
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122
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