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Erinnerungen aus den Feldzügen der bergischen Truppen in Spanien und Rußland
Entstehung
Seite
119
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119führte man uns so in der Nähe von Burgos herum,doch unsre Hoffnung, den Bande=Chef Merino von denUnsrigen endlich ereilt und angegriffen zu sehen, ging un-Wahrscheinlich wä-begreiflicher Weise nicht in Erfüllungren wir aber in diesem Falle verloren gewesen, und den-noch, so ist der schwankende Mensch! wünschten wir jenenAngriff. Ich hatte die ganze Zeit barfuß, im blutigenHemde marschiren müssen; meine Füße waren durchs An-stoßen an Steine und Dornen entsetzlich verwundet, undschmerzten mich mehr als meine übrigen Wunden. In Lermablieben wir einige Tage im Gefängnisse und erholten unsdadurch sehr. Demnächst wurden wir ins Gebirge nachVilvestra transportirt und hier in einen Kerker der In-quisition gesperrt; der Kerkermeister empfing uns auf eineempörende Weise und pflöckte uns am Abend mit den Fü-ßen in ein langes Holz, von den Spaniern Seppo ge-nannt. Jetzt fing unser Elend erst recht an; Hunger undKälte, ohne die geringste Bedeckung auf verfaultem Strohliegend, das von Ungeziefer wimmelte, erhielten wir nichtsals elendes Fastenbrod und Wasser. Doch wie es imLeben häufig zu gehen pflegt, je größer die Noth, je näherdie Hülfe! Mina hatte einen höheren Offizier abgeschickt,diese Höhle des Jammers zu besuchen; der brave Manntröstete uns, und wir erhielten, nachdem wir den Eid ab-gelegt hatten, nicht desertiren zu wollen, ein anderes Lokalim ferneren Gebirge zwischen Soria und Aranda deDuero, in einer Eremitage, wo noch nie ein Franzose