118jenen 148 verfahren werde. Dieses Protokoll wurde drei-mal abgeschrieben, und dann an verschiedene französischeGeneräle gesandt. An diesem Abend trieben mehrere spa-nische Weiber und Insurgenten eine schauderhafte Kurz-weil mit Gliedern, die sie den Ermordeten abgeschnitten,und warfen dieselben am Ende mit Worten in unserFenster hinein, die hier anzuführen unschicklich sein würde.Ich dachte hiebei an unsern großen Dichter, wo er aneiner gewissen Stelle sagt: „Da werden Weiber zuHyänen, und treiben mit Entsetzen ScherzAn diesemAbend kam auch ein polnischer Deserteur und bedauerteuns sehr, indem er vorgab, gehört zu haben, daß wir 11Offiziere morgen auf der großen Straße nach Burgoserschossen werden sollten. Gegen 10 Uhr etwa kamen In-surgenten mit Stricken, kuppelten uns zusammen und führ-ten uns raschen Schritts weiter ins Gebirge, wo wir ineinem Forsthause eingesperrt wurden. Hier hatte der Wü-therich Merino seine ganze Bande versammelt und eswurde nun förmlich Gericht über uns gehalten; wir wärensicher verloren gewesen, wenn Mina nicht seinen Adju-tanten Zumalacarreguy zu Merino geschickt hätte, mitdem Befehl, dem Morden ein Ziel zu setzen. Dieser vor-treffliche Mann rettete uns das Leben! Am andern Tagewurden wir mit Sonnen=Aufgang nach Lerma, auf diealte Straße von Burgos gebracht und hier zum Ersten-male verbunden, wobei sichs ergab, daß sich eine MengeMaden in unsern Wunden befanden. Zwölf ganzer Tage
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Erinnerungen aus den Feldzügen der bergischen Truppen in Spanien und Rußland
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118
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