117holt und nach einem nahen Walde geführt, wo wir denBande=Chef Merino, nebst seinen Guerillas und den obi-gen Schlachtopfern antrafen; man hatte hier einen haus-hohen Holzstoß errichtet, die 148 Mann wurden in kleineTrupps vertheilt, und dann von der unmenschlichen Bandemassakrirt; nach diesem warf man die verstümmelten Lei-chen auf den Holzstoß und verbrannte sie zu Asche; bevordie Unglücklichen zum Martertode gingen, küßten sie nach-einander ein kleines silbernes Kreuz, welches sie bei sichhatten oder ihnen vielleicht zu diesem Zwecke gegeben wor-den war. Mir wurde bei dieser Exekution, da ich ohne-hin durch einen großen Blutverlust geschwächt war, soübel, daß ich zusammensank, und mehrere Tage an einerArt Starrkrampf litt. Unsere Avantgarde hatte den Geist-lichen und den Küster von St. Legal mit sich fortgeführt;sie waren beide im Gefecht geblieben, und ich zweifle nicht,daß ihren Geistern das schauerliche Sühn=Opfer gebrachtwurde. Nach Beendigung dieses Trauerspiels, brachte manuns Offiziere in ein neugebautes Haus, nahe bei einemDorfe; hier gab man uns etwas wenigen Wein, undfragte, ob wir gesehen, was vorgefallen sey? Dann wurdeüber den Vorfall ein Protokoll aufgenommen, das wir un-terschreiben mußten, und worin ausdrücklich bemerkt stand,daß man mit uns 11 Offizieren, wenn die Franzosen denObersten Moreno, der von den Insurgenten desertirt seiund sich in König Josephs Diensten jetzt in Burgosbefinde, nicht gegen uns ausliefere, ganz ebenso wie mit
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Erinnerungen aus den Feldzügen der bergischen Truppen in Spanien und Rußland
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