116braver Soldat zu enden. Das Bataillon war mittler-weile vom Hügel heruntergeworfen, von der feindlichenKavallerie zusammengehauen und gefangen genommenworden. Nun fiel alles über mich und meine paar Mannher; mein Pferd wurde erschossen, ich erhielt eine Stich-wunde im Rücken, mehrere Säbelhiebe im Kopf und fielbesinnungslos nieder. Nachdem ich wieder zu mir gekom-men war, fand ich mich bis auf's Hemde, das voller Blutwar, entkleidet; ich wurde aufgehoben und man hieß michmarschiren. In diesem traurigen Zustande mußte ich nun ge-hen wohin man mich trieb; ich wurde über den Ort ge-führt, wo das Gefecht stattgefunden hatte und sah hiernoch mehrere Lanziers und Polen liegen, die wegen dererhaltenen schweren Wunden, nicht mehr aufstehen konnten.Diese Unglücklichen wurden Angesichts meiner mit ihreneigenen Waffen ermordet. Hierauf schleppte man mich,mit den übrigen Gefangenen, in das Gebirge, wo wir amspäten Abend einen Schaafstall erreichten, in welchen wir,ohne die geringste Verpflegung und ohne verbunden zuwerden, eingesperrt wurden. Ich hatte hier noch denWachtmeister le Maitre und 5 Lanziers, sämmtlich ver-wundet, bei mir. Am 2. Tage, gegen Abend, wurde unskund gethan, daß von den Gefangenen 148 durchs Looserschossen werden sollten; wir wurden daher vor demSchaafstalle aufgestellt, die Insurgenten nahmen die 148heraus und marschirten sofort mit ihnen ab. Nach einerStunde wurden auch wir Offiziere, 11 an der Zahl, abge=
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Erinnerungen aus den Feldzügen der bergischen Truppen in Spanien und Rußland
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116
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