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Erinnerungen aus den Feldzügen der bergischen Truppen in Spanien und Rußland
Entstehung
Seite
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70großer Theil der Wagen und Pferde stecken geblieben war,wodurch das Weiterkommen noch mehr erschwert und ver-zoͤgert wurde. Jetzt entstand unter der Menge von Ver-zweifelten, die sich auf dem schmalen Pfade der zur Ret-tung führen sollte, zusammendrängten, ein der Hölle wür-diger Kampf, indem die Schwächsten und die, welche anden gefährlichsten Stellen standen, von den stärkeren Heran-stürmenden in den Fluß gestürzt wurden. Diese letzterendrängten nun, ohne sich umzusehen und bloß dem Instinkteder Selbsterhaltung folgend, in blinder Wuth nach ihremZiele, gleichgültig bei dem Fluchen und der Verzweiflungihrer Gefährten oder ihrer Oberen, die sie hingeopfert. Aberauch viele Beispiele von edelmüthiger Hingebung fandenhier statt! Man sah Soldaten, ja selbst Offiziere, die sichvor Schlitten spannten, um ihre kranken oder verwundetenGefährten von diesem unheilbringenden Ufer zu entfernen.Weiterhin, außerhalb des wilden Gedränges, wachen einigeSoldaten, ohne sich von der Stelle zu rühren, bei ihrensterbenden Offizieren; besonders aber waren es die Aerzte,welche jeder Gefahr trotzten und die Verwundeten verban-den und trösteten, obgleich sie von denselben, da keineHoffnung mehr sei, beschworen wurden, sie zu verlassenund auf ihre eigene Rettung zu denken. Das wollten dieBraven aber doch nicht und erwarteten lieber den Tododer die Gefangenschaft, als daß sie ihrer Pflicht untreugeworden wären. In dem Augenblick als sich der jungeLauriston oberhalb der Brücke in den Fluß wirft, um