71die Befehle seines Kaisers schneller zu vollziehen, schlägtein Kahn, worin sich eine Mutter mit ihren beiden Kin-dern befindet, um; ein Artillerist, der gleich den Uebrigensich auf der Brücke einen Weg zu bahnen suchte, wird esgewahr und augenblicklich, seine eigene Rettung vergessend,stürzt er sich in den Strom. Nach großer Anstrengunggelingt es ihm, eins dieser drei Opfer zu retten; es wardas jüngste der beiden Kinder, und als es weinend nachseiner Mutter rief, hörte man den wackeren Artilleristen,indem er es in den Armen hielt, freundlich zu ihm sagen:„es möchte nicht mehr weinen, denn er habe es nicht ausden Fluthen gerettet, um es am Ufer hülflos zu verlassen,sondern es solle ihm an nichts fehlen und er wolle Vater-stelle an ihm vertreten.“ Man könnte eine Menge solcherrührender Beispiele erzählen, doch das ist nicht derZweck dieses Buches und ich kehre deshalb zu dem ferne-ren Schicksale der Bergischen zurück.Als diese hinter dem Geschütz angekommen warenund die Russen sich zurückgezogen hatten, wurde der Ka-pitain Haza und Lieutenant Zimmermann mit 10 nochübrig gebliebenen Grenadieren kommandirt, sich zur Brückezu begeben und zu untersuchen, was von der Kassa undden Equipagen noch etwa zu retten sei. Sie trafen da-selbst den dienstthuenden Offizier=Payeur, LieutenantLücker mit dem bloßen Degen in der Hand auf demKasse=Wagen an; dieser Offizier hatte also allein die Kassebewacht und vor Plünderung geschützt. Sie wurde dem-
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Erinnerungen aus den Feldzügen der bergischen Truppen in Spanien und Rußland
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71
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