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Erinnerungen aus den Feldzügen der bergischen Truppen in Spanien und Rußland
Entstehung
Seite
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60hatte sich von seinem Irrthume erholt und verfolgte unsvom 21. bis 23. unter stetem Gefechte. Nun trat einentsetzliches Wetter ein; der Boden weichte auf, so daß dieInfanterie oft bis an den Waden im Schlamm steckte unddas ohnehin schlechte Fußzeug ganz auseinander ging.Dies war um so schlimmer, da an Ersatz gar nicht zudenken war. Die Bergischen hatten stets die Arrieregardeund Wittgensteins Cavallerie ließ auch nicht einenAugenblick von der Verfolgung ab. In der Nacht vom2. auf den 23. hatte das Bataillon von Hemskerk,welches nebst einiger großherzoglich =hessischer Cavallerie inden letzten Reihen marschirte, ein Gehöfte gefunden unddasselbe besetzt, um sich ein wenig abzutrocknen. GegenMitternacht aber steckten die Russen dasselbe in Brand,und umkreisten die kleine Abtheilung, die sich in Carréformiren mußte, bis zum Morgen, ohne sie ernstlich anzu-greifen, da ihre Absicht nur darauf ausging, uns zu er-müden. Da nun wieder Frost entstand, so froren unsdie nassen Kleider auf dem Leibe. Die Cavallerie beson-ders litt entsetzlich, und mehrere Reuter fielen, indem sievom Pferde steigen wollten, zusammen, weil die Füße inden früher naßgewesenen Stiefeln bis an die Knie erstarrtwaren. Am 23. Abends ließ Wittgenstein nach einemhartnäckigen Gefechte von seiner Verfolgung gegen dieArrieregarde ab und wir erreichten am 24. November glück-lich die große Straße von Smolensk. Hier stellte sichunsern Blicken ein gräßliches Schauspiel dar! Die große