59als Gefangene einbrachte. Den 14. wurde wieder nachLepel marschirt, den 15. nach Ezereia, wo wir den16. 17. und 18. im Angesicht der Russen stehen blieben.Am letztern Tage Abends geschahen im russischen Lagerhundert Kanonenschüsse: Wittgenstein war höflich ge-nug, uns wissen zu lassen, daß Napoleon auf seinerRetirade bereits Smolensk passirt sey und daselbst meh-rere 100 Stück Kanonen im Stich gelassen habe. Eswar dies die erste offenkundige Nachricht von der großenArmee und leider nicht sehr tröstlicher Art. Das Batail-lon unter Boisdavid, welches in Witepsk stehen ge-blieben, hatte sich aus dieser Stadt zurückziehen müssen;es ward in einem Hohlwege überfallen und gefangen.Nur einigen wenigen Offizieren und Unteroffizieren, diepäterhin wieder zu uns kamen, gelang es, den nahenWald zu erreichen und sich zu retten. Kapitain Blavierund die Adjutant=Sous=Offiziere Heisterkamp und Ri-chartz blieben bei dieser Gelegenheit. Wittgensteinhatte das gefährliche seiner Stellung eingesehen und be-nutzte nun unsre rückgängige Bewegung, um sich selbst zu-rückzuziehen. Hätte ihn der Herzog von Belluno indieser mißlichen Position angegriffen und vernichtet, wel-cher Vortheil würde daraus hervorgegangen sein! Aber esschien, als hätten hier Fehler auf Fehler gehäuft werdenmüssen, um die endliche große Katastrophe desto sichererherbei zu führen. In der Nacht vom 19. auf den 20.wurde gegen Kalopenezi marschirt; Wittgenstein
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Erinnerungen aus den Feldzügen der bergischen Truppen in Spanien und Rußland
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