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Erinnerungen aus den Feldzügen der bergischen Truppen in Spanien und Rußland
Entstehung
Seite
58
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58wenn die beiden Anführer von unserer Seite im gutenEinverständniß gehandelt hätten, es geschah jedoch nichtsals ein Angriff ohne Nachdruck. Die Russen behauptetensich in ihrer Stellung, und wir machten am 3. eine Be-wegung gegen Lepel und Sienno hin, nachdem wirvorher bei Ezazniky einen bedeutenden Verlust erlittenhatten. Die Lieutenants Reitz und Kamp waren unterden Todten; verwundet waren Oberst=Lieutenant vonBlanck, Kapitain Stahl, Raulin und andere. BeiSienno angekommen, wurde daselbst ein Lager errichtet,wo wir bis zum 8. verweilten, dann gegen Zerika, denlinken Flügel der Russen, manövrirten und hier den 9.und 10. stehen blieben. Der Winter stellte sich mit einerausserordentlichen Strenge ein. Unsre Soldaten hatten sichHütten von Stroh errichtet, die aber von den als Bauernverkleideten Russen in der Nacht vom 10. in Brand ge-steckt wurden, wobei sich viele der Unsrigen durch ihre eignenWaffen verwundeten, indem alle Gewehre geladen waren;zum Glück benutzten die Russen die nächtliche Verwirrungnicht. Den 11. wurde wieder eine Bewegung gegenEzazniky gemacht, wo wir dem Feinde unter Witt-genstein abermals ein Gefecht lieferten, wobei das Lan-cier=Regiment hart mit dem Feinde zusammen traf; beieinem Angriff, welchen die Lieutenants Zinser und Fran-cken auf die Russische Infanterie ausführten, wurde letzte-rer getödtet, ersterer zeichnete sich aber besonders aus, in-dem er mit seinem kleinen Trupp 64 russische Grenadiere