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Erinnerungen aus den Feldzügen der bergischen Truppen in Spanien und Rußland
Entstehung
Seite
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57sie sollte Bedürfnisse aller Art mitbringen, aber sie hattesich auf der ungeheuren Tour selbst aufgezehrt, wie manzu sagen pflegt, und kam nur an, um sich nachgradewieder aufzulösen. Diese Colonne, die dem Vaterlandeso viele Kosten verursacht hatte, wurde uns mehr schädlichals nützlich, indem sie unsere Vorräthe, besonders Fourage,aufzehren half. Am 24. marschirten wir gegen Witépsk,welches wir am 25. erreichten. Die starken Märsche, (meh-rere von uns waren von Spanien aus bis hierhin, fastununterbrochen auf dem Marsche gewesen,) die schlechteVerpflegung, besonders aber, das wechselnde Klima, brach-ten viele Krankheiten hervor und unsere jungen Leuten littenfast alle an Unterleibserkältung; es mußten daher vieleins Lazareth gebracht werden, worunter sich auch Offizierebefanden. Oberst=Lieutenant Boisdavid wurde mitseinem Bataillon zur Besatzung von Witepsk komman-dirt; die Uebrigen marschirten am 26. über Ostrowanach Beczenkowiz und blieben hier bis zum 1. No-vember stehen. Das 2. Korps unter St. Cyr war vonWittgenstein aus Polozk vertrieben und wurde starkverfolgt. St. Cyr selbst war verwundet, hatte aber,da seine Generale sich über seinen Nachfolger nicht einigenkonnten, (weil die Stelle, der Anciennetät nach, dem baieri-schen General Wrede gebührte) das Kommando behalten.Am 2. November vereinigte sich das 2. und 9. Korpsbei Ezazniky; Wittgenstein hatte hier eine Stellungeingenommen, die für ihn hätte gefährlich werden können,3**