10Die Schweden hatten nicht einmal Schießscharten, sondernihre Geschütze waren frei über die Mauer gerichtet, so daßman ihre Artilleristen leicht durch das kleine Gewehrfeuererreichen konnte, auf welchen Fehler sie erst von uns selbstaufmerksam gemacht wurden. Am 27. zog die Besatzung,die eisernen Geschütze zurücklassend, ab, segelte zuerst nachRügen und dann vollends nach Schweden hinüber.Wir besetzten also die Stadt. So wie unsre jungen Sol-daten nach so vielen Strapazen in die Federbetten kamen,erkrankten sie fast alle, selbst viele Offiziere. Am 21.Oktober setzte ein Theil des Belagerungskorps nach dembenachbarten Rügen über; die Bergischen okkupirten dieHalbinsel Wittow und wurden Compagnieweise auf denEdelhöfen untergebracht. Wir blieben hier bis zum 16.November, wo wir über Jasmund nach Bergen aufRügen gingen und den 18. bei Garz übergesetzt wur-den, wobei ein großer Kahn umschlug und die Leute zumTheil in den Wellen ihr Grab fanden.Von den Bergischen wurde das 1. Bataillon nachWollgast, das 2. mit dem Stabe nach Greifswaldeverlegt und blieb dasselbe hier abwechselnd, theils in An-clam, theils in Greifswalde und Wollgast bis zum30. Juni 1808 stehen. Besser und freundlicher, als wirhier von den guten Pommern aufgenommen und behan-delt wurden, hat sich wohl noch kein Truppentheil, solang der Krieg dauerte, zu erfreuen gehabt; es wurde aberauch so strenge Mannszucht gehalten, daß an eine Klage
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Erinnerungen aus den Feldzügen der bergischen Truppen in Spanien und Rußland
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