11von Seiten der Einwohner fast gar nicht zu denken war.Desto schmerzlicher fiel es uns selbst, daß wir mit nichtsals falschen Groschen bezahlt wurden, so daß die Einwoh-ner also nicht den mindesten Vortheil von uns ziehenkonnten. An oben erwähntem Tage bezogen wir einLustlager vor Stralsund unter dem Oberkommandodes Marschalls Molitor; unsere Division befehligteGrandjean und Brigade=Commandeur war GeneralAmy. Um diese Zeit stieß noch ein drittes, in Düsseldorfformirtes Bataillon zu uns. Wir mußten uns sämmtlicheinen bedeutenden Abzug am Sold, für die Napoleons-Säule, auf dem Vendome Platz in Paris, gefallen lassen.Die gelieferten Lebensmittel waren schlecht, wie diesgewöhnlich der Fall ist, wenn die Lieferung in Entreprisegegeben wird. Die Lieferanten, welche herrliches Vieh imMeklenburgischen erhielten, tauschten dasselbe unterwegesgegen abgemergeltes um; ich selbst habe einen dieserSchufte zur Anzeige gebracht, und er wurde auf 10 Jahrezur Galeere verdammt. Ueberhaupt war dieses sogenannteLustlager für uns ein wahres Verdrußlager zu nennen;einmal wurden wir alle eingeschifft und dachten schonüber's Meer nach Schweden zu segeln, aber die Lan-dung war nur fingirt und wir wurden nach einigen Stun-den wieder ausgeschifft. Endlich erhielten wir Ordre unswieder zur Heimath zu wenden, und nun gings überRostock, Lübeck, Hamburg u. s. w. nach Düssel-dorf zurück, wo wir am 3. Oktober 1808, nach einer
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Erinnerungen aus den Feldzügen der bergischen Truppen in Spanien und Rußland
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