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Hasenclever's Illustrationen zur Jobsiade
Entstehung
Seite
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28Nach manigfaltigen Abentheuren und mißlungenen Versucheneine bequemere Stellung in der Welt zu gewinnen kommt Hieronimusendlich zu der Einsicht, daß sich in der Vaterstadt hinter MuttereTopf am ungenirtesten leben lasse. Drum eilt er nach Schildburgstreckt gemächlich seine Füße unter dem älterlichen Tisch und läßtfünfe grade sein. Nach seiner Meinung hat er nach so vielemElend endlich das Recht zu rasten. So dachte aber seine Familienicht, sie wollte ihn thätig wissen, und da sich hierzu unter Be-rücksichtigung seiner Fähigkeiten keine schicklichere Gelegenheit fand,wurde für ihn um die erledigte Nachtwächterstelle geworben. Auchdiese wäre ihn fast entgangen:Weil man ihm die Nachrede machte,Daß er lieber ſchliefe als wachteIndessen die besser gesinnten Schildbürger machten es sichklar, daß es dem Nationalstolze zuwider sei, ein Stadt= undRaths=Kind ganz und gar von allen Würden auszuschließen, sienahmen auch seine unübertreffliche Bierbaßstimme in Ueberlegungund überredeten sich, daß Jobs den Nachtwächtergesang ganzgewiß zum Neide aller umliegenden Orte singen und dadurch nichtwenig zum Ruhme Schildburgs beitragen werde. Mit solcherFürsprache gewann Jobs leicht die Stimmenmehrheit. Er wurdein sein Amt eingesetzt und hiermit erfüllte sich der Traum seinerMutter seinem ganzen Inhalte nach höchst wunderbar, wenn auchanders als man ihn vorher ausgelegt hatte,Wie's dann mit den Phrophezeihungen überhaupt gehtDaß man selbige hernach erst versteht.Das sechste Bild,Hieronimus als Nachtwächtergibt dem Künstler nunmehr Gelegenheit unsern Helden zumAerger und zur Schande aller ihm übelwollender Schildbürger,wachend und in voller Amtsthätigkeit darzustellen. Jobs bläßt dasHorn so kräftig, daß alle Hunde den Schwanz zwischen dieBeine, halb bellend halb heulend, davon laufen, Liebespaareerschreckt aus dem ihnen so theuern Mondenschein in die düsterstenSchatten entfliehen, die Wirthe an die Strafen für übertretenePolizeistunde erinnert, ihre theuren Gäste mit Höflichkeit an dieThüre begleiten, alle noch wachende Schildbürger eingedenk derletzten Posaune, ihr Abendgebet sprechen und ihre Sünden bereuen.Selbst der Erzengel Michael, welcher den Stadtbrunnen ziert, indessen unmittelbare Nähe Jobs sich hören läßt, scheint ergriffen