26ein gewisser Gelehrten=Schein auf seinem Gesichte, der sich auchwirklich in dem neuen abe=Buch kund gegeben hat, wovon wirein Exemplar an der Erde liegen sehen, und welches sich vorallen übrigen abe=Büchern dadurch auszeichnet, daß der Hahndarin ohne Sporn und mit einem Neste abgebildet ist und daß esein um fft, sp und sch vermehrtes Alphabet hat. Auf den zuletztgenannten Laut weiſt er mit dem Schulmeiſter⸗Scepter hin, unddabei donnert seine Stimme in die Schule: scha! heißt es, ihrdummen Bälge, mit denen ich die edle Zeit nutzlos verschwende;und die ganze Schuljugend blöckt schal Man sieht den Ton injedem Munde.Jobs hat übrigens nicht ganz Unrecht, wenn er seine Heerdeetwas strenge behandelt. Wir wollen einige davon Beispielsweisenäher in das Auge fassen. Der dumme Junge mit dem vonJobs wieder ergänzten Esel um den Hals (früher wurde mannur zum halben Esel verurtheilt), soll hierbei nicht maaßgebendsein, aber der Rothhaarige, der uns zu allernächst an der Eckedes Schulmeisterthrones steht, gehört gewiß unter strenge Zucht.Es ist der frechste Bengel, den es gibt. Die Beweise seiner Achtungfür fremdes Eigenthum trägt er in seiner Hand. Er ist bei alle-dem doch noch zehnmal besser als der geheime Sünder, der inseinem Rücken steht, und dem alle schleichenden Laster aus demGesichte sehen. Jener trägt seine Rübe ganz offen auf demRücken, er hat sie genommen, das will er nicht läugnen; aberdieser hat sie gestohlen, deshalb hat er sie vorsichtig im Rockärmelverborgen, beide sind übrigens Galgenstricke, dieser aus guter Familiejener vom sogenannten Lumpenpack herstammend. Zwischen ihnensteht das Gegentheil von Beiden, ein Knabe und ein Mädchen, beidezwar etwas mühsam lernend aber auch ganz bei der Sache, injedem Zuge der Beweis der Aufmerksamkeit und des vollen Eifers,daher auch die Lieblinge des Schulmeisters und dereinst gewißgute Bürger. Wie ganz anders tritt der große Lümmel auf, derdem Duckmäuser eine Feder, als Zopf, in den Kragen steckt, erund sein Kamerad rechts sind offenbare Hallunken. Sie haben sichüber die Uebrigen ein Ansehen erprügelt, wissen ihre Lection aus-wendig und treiben daher nichtswürdige Streiche. Links vonihnen stehen zwei Mädchen, von denen die Kleine mit besonderemWohlgefallen zusieht, wie der vor ihr stehende Junge gefopptwird. Sie scheint anzunehmen, daß es ihrentwegen geschehe undverräth sich jetzt schon als künftige Kokette. Ihre Freundin linksist von guten Eltern aber sentimental geboren und erzogen. Siekommt jeden Morgen wohl gewaschen und schön gekämmt in dieSchule und wird ihr Lebenlang sich auch so halten. Der dreisteKamerad hinter ihr, der seine Weste oben nur mit einem Knopfzugeknöpft hat, weil ihm das am bequemſten iſt, meint es vor⸗
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