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Bezüglich der Anwendung dieses Buches sei noch besonders daraufaufmerksam gemacht, dafs der zweite Teil jeder Übertragungs-Aufgabcmit den stenographischen Beispielen der betreffenden Lektion übereinstimmt.Hierdurch ist eine genaue Kontrolle, ob der Stoff gehörig eingeübt ist,ermöglicht und das Buch auch zum Selbstunterricht geeignet gemacht.Die Übertragung der als Leseübung dienenden Rede ist in Typendruckmit Silbenzahlung gegeben um ein Rückübertragen und Vergleichen, sowiedas Schreiben der Reden nach Diktat in bestimmten Schnelligkeiten zu er-möglichen. Das oft wiederholte Schreiben derselben Reden kann nichtdringend genug empfohlen werden.
Vorbedingung für ein erfolgreiches Üben der Debattenschrift ist, dafsman die Schulschrift durchaus beherrscht und wenigstens 100 bis 120 Silbenin gutei - deutlicher Schrift schreiben kann. Nach Durchnahme des erstenTeiles der Debattenschrift (der Diktatstenographie) mufs wieder einePause gemacht und dieser Teil erst gut eingeübt werden, ehe manweiter geht.
Das allerwichtigste und überhaupt der einzige Weg zu gröfserenLeistungen, ist fleifsige ununterbrochene und möglichst auf kurze Zeit zu-sammengedrängte Übung. Wer in zehn Tagen je drei Stunden übt, wirdes darin doppelt soweit bringen, als jemand, der in 30 Tagen je eine Stundeübt, und wer zu selten übt, oder Unterbrechungen eintreten läfst, wirdüberhaupt keine Schnelligkeit erreichen. Die beste Übung ist das Diktat-schreiben. Es ist sehr zu empfehlen, mit zwei oder drei anderen eineKameradschaft zu gegenseitigem Diktieren zu bilden. Nur im Notfallebegnüge man sich mit Abschreiben oder mit Schreiben unterhalb eines ge-druckten Textes; man nehme dazu Typendruck, dessen einzelne Zeilen so-weit von einander entfernt sind, dafs die Übertragung in stenographischeSchrift auf dem freien Raum Platz findet; auch das Niederschreiben vonGedichten aus dem Gedächtnis ist zu empfehlen. Unerläfslich ist es, das Ge-schriebene stets wieder zu lesen, um die Fähigkeit zu erlangen, auch flottgeschriebene und selbst verzerrte Schrift zu lesen. Auch übe man das Lesenvon längere Zeit vorher geschriebenen Stenogrammen. Verfasser hat oftden Fall gehabt, dafs er Stenogramme von anderen ganz gut lesen konnte,welche die Schreiber selbst nicht, oder nur mühsam zu entziffern ver-mochten, weil sie verabsäumt hatten, sich im Lesen ihrer eignen Schriftzu üben.
Man vermeide sehr strenge jedes ruck- oder stofsweise Schreibenund Pausen zwischen den einzelnen Wörtern. Der stenographische Satzmufs genau so flüssig hintereinander geschrieben werden, wie man inder gewöhnlichen Schrift ein langes Wort zu schreiben pflegt. Die Anfängerbefinden sich gewöhnlich in dem grofsen Irrtume, dafs das Nachschreibenin der Kunst bestehe, aufserordentlich schnell zu schreiben, während eslediglich darauf ankommt, die gekürzte stenographische Schrift ebensomechanisch, ohn:; Besinnen und so bequem schreiben zu können, wie mandie gewöhnliche Schrift schreibt und dies erlangt man eben nur durch