28§. 10.Sollte aber jemand einwerfen: bey diesemPlane bleibe der blos mittelmäßige Wundarzt immerzurück; dem muß ich antworten, daß sich dieserEinwurf leicht heben läßt. Der Staat ist nem-lich nie ungerecht, wenn er den geschickten aus-zeichnet, ihm die wichtigsten Geschäfte anvertrauet,und dem minder geschickten nur Sachen von ge-ringerm Belang zu behandeln überläßt. Beides istauf dieser Welt nöthig. Eben so wie einer, dereinen Pallast bauen will, Architekten, Meister,Meisterknechte, Kalk= und Steinbeiträger braucht,eben so braucht der Staat in diesem Falle ganz ge-schickte und minder geschickte. Je grösser sich dieAnzahl der ersteren verhält, desto glücklicher istder Staat. In derjenigen Anzahl, in welcher meh-rentheils anjetzt der Staat Wundärzte braucht,kann er freilich nicht erwarten, daß er keine an-dere als ganz geschickte erhält. Ein jeder mußaber alles anwenden, so viel geschickte zu haben,als nur immer möglich ist. Diß erfodert Pflicht
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Patriotische Vorschläge zur Verbesserung der chirurgischen Anstalten und Verhütung des Einreissens der Epidemien bei den Armeen
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