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2 (1891) Die Handschriften in Quarto und Oktavo
Entstehung
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144 Histor. Handschriften in Oktavo Nr. 25.

zusammengebrachte Sammlung dem Francesco Basehieri von Carpi (Sept.1507). Ben Hauptinhalt bilden antike lateinische Inschriften aus Born,Bologna, Verona, Parma und andern meist italienischen Städten und Land-schaften. Indem Gammarus die ganze von Pomponius Latus zusammen-gebrachte Sylloge epigrammatum seiner Sammlung (Bl. 58 75) einverleibte,ferner (Bl. 97 108) die des Niccolo Signorili grösstenteils aufnahm,endlich auch von verschiedenen andern Sammlern reichlich borgte, ist beiihm das Entlehnte überwiegend, aber auch diese Partien haben dadurchihren Wert, dass da und dort, z. B. bei Cyriacus Anconitanus, für ver-lorene Originalauf nahmen Ersatz geboten wird. Was Gammarus selbst vonden Steinen abschrieb, beschränkt sich fast ausschliesslich auf Bologna.Das Ganze ist von Gammarus eigenhändig geschrieben und zwar nichttveniges mit Zeilenabteilung und in Quadratschrift; die feinen Zeichnungenstammen gleichfalls von seiner Hand.

Diese Inschriftensammlung ist verstümmelt durch die Herausnahmeund Entwendung von 30 meist mit Zeichnungen versehenen Blättern, welche,mit einer modernen Abschrift des übrigen Gammarus'sehen Textes zusammen-gebunden, jetzt der Trierer Stadtbibliothek einverleibt sind.

Zwischen die Inschriften eingestreut sind (gleichfalls von des Gam-marus Hand):

1. Bl. 2' 3. Decretum Dcsiderii regia [Longobardorum] nunc rc-pertum in agro Viterbii (= Troya, Cod. dipl. Longob. 4, 719 ff.).

2. BL 11 33. Ein anonymer, mittelalterlicher Traktat grammatisch-rhetorischen Inhalts ohne Titel.

3. Bl. 38. Lateinische Notiz über Kadmus als Buchstabenerfinder.

4. Bl. 39. 50'52. 146147. Gedichte von Humanisten aus demKreise des Sammlers: Urceus Cortcsius, dessen Sohn Antonius Urceus,Franciscus Puteolanus (dal Pozzo), Phil. Beroaldus jun., Jacobus Fontanns,Jacobus Burgensis.

5. Bl. 77'78. Exzerpte aus Diodor über Grab- und andere Denk-mäler in Ägypten.

6. Bl. 133-145. 147'--149'. Valerius Probus de literis antiquis(mit dem Procemium, das bei Keil, Grammat. lat. 4, 271 zu lesen) undanderes aus der Klasse der Laterculi.

7. Bl. 157'158'. Angeli Politiani Miscellanea. Cap. 43. Dediphthongis (= Opera ed. Paris. 1512 T. 2 fol. 121).

Spätere Einträge:

a. Auf der Innenseite des vordem Deckels die Grabschrift Colignys.

b. Bl. 193. Die Grabschrift Herzog Arnolds von Bayern (aus Aventin).

c. Bl. 193'. Die Inschrift am Geburtshaus Melanchthons in Bretten.