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2 (1891) Die Handschriften in Quarto und Oktavo
Entstehung
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Histor. Handschriften in Quarto Nr. 316. 131

III. Bl. 2732. Romane urbis regionum descriptio.

Der alte Text des Regionenverzeichnisses, aber nicht bloss starkverdorben, sondern auch mit den beiden Rezensionen des Guriosumurbis Roma! und der Notitia regionum zusammengeschoben.

IV. Bl. 32 Lin. 8 von unten bis Bl. 37' Lin. 10 von oben. Archäologisch-epigraphische Notizen (ebenfalls in lateinischer Sprache): Deutungder Zahlzeichen und Siglen für Münzen, Belehrung über antikesGewicht, Schlüssel für Abkürzungen, ähnlich dem, was Th. Mommsenals Notarum latercidi in Keils Grammatici latini 4, 265 ff. zusammen-gestellt hat (vergl. namentlich p. 304 ff. 347 ff.).

V. Bl. 37' Mitte bis Bl. 59. Stadtrömische Inschriften meist antikenUrsprungs.

Sie sind an Ort und Stelle gesammelt, wahrscheinlich von einemSchüler des Pomponius Latus, nicht vor 1497.

I V sind von einer und derselben Abschreiberhand (mit vielenFehlern) geschrieben. Diese erste Hälfte des Kodex wurde mit derzweiten bald nach ihrer Entstehung in der Hand Eines Besitzers undzu Einem Bande vereinigt.

VI. Bl. 61154'. Sammlung lateinischer, auch griechischer Inschriften.

Fehlerhafte Kopie von einer andern Hand als die vorige.

Ein getvisser Publius Licinius, als Sammler von Inschriftensonst nicht genannt, widmet die Sammlung in einer italienischen Zu-schrift einem römischen Patrizier Francesco Porcari, aus dessenHaus er auch Bl. 106' 108 mehrere Inschriften mitteilt. Er giebtsich als Urheber der Sammlung, welche er teils auf Wanderungendurch die Stadt Rom und ausserhalb derselben selbst zusammen-gebracht, teils von den zivei älteren Sammlern Felicianus und Cy-riacus Anconitanus entlehnt haben will. In der That aber ist seineArbeit mit der Sammlung des Johannes Jucundus insofernidentisch, als sie diese darstellt in einer den ältesten, um 1484 ent-standenen Rezensionen verwandten Gestalt. Eingeleitet durch legen-darische Notizen über Sulla, Sertorius, Plato, durch die Sprücheder 7 Weisen Griechenlands u. s. w., beginnt die Sammlung im engerenSinn mit Bl. 69' und bringt zunächst fast bloss stadtrömische In-schriften, von Bl. 117 ab bis gegen den Schluss ganz überwiegend .anderswoher stammende, zu welchen Mittel- und Oberitalien das be-deutendste, die Balkanhalbinsel ein kleines Kontingent stellt, währendSpanien, Osterreich und Kleinasien sehr schwach vertreten sind.Moderne Inschriften kommen nur in kleinerer Zahl vor. Den Schluss