124 Histor. Handschriften in Quarto Nr. 300. 301.
ein neues in zwei Bänden und Querquartformat an, versetzte dahin dieBlätter aus den früheren und vereinigte damit Kunstblätter aller Art, dieallerdings zum Teil von Freundeshand stammten, zum Teil aber auch aufandere Art erworben sein mögen. In den eigentlichen Stammbuchblätternkommen als Orte des Eintrags vorwiegend Augsburg und Lauingen, Tübingenund Stuttgart vor, als Eintragende unter der grossen Menge (vergl. das alpha-betische Register in Bd. 2) nicht ivenige von Ruf, wie Joh. Vol. Andrea 2,167'. 168; Mari. Crusius 2, 188'; Nikodemus Frischlin 2, 240'; Osw.Gabelkofer 2, 91'; Felix Plater 2, 59'. Vielen dieser Stammbuch-blätter, deren einige ivenige die Spuren der Herkunft aus fremden Stamm-büchern tragen, sind gemalte Wappen oder Bildnisse beigegeben. Unterden sonstigen Kunstblättern finden sich Prospekte (z. B. von Je n a 1, 93',von T ein ach 1, 186), Phantasielandschaften, Bilder aus der heiligen undProfangeschichte, allegorische und mythologische Scenen, Genrebilder u. dergl.,darunter färbige Darstellungen der verschiedensten Art von feiner Hand-malerei bis zur ordinären Marktware, Stiche von Albrecht Dürer undden Kleinmeistern, auch einige Handzeichnungen.
Nach Paul Jenischs Tod gingen diese Stammbücher an den SohnJoseph, Pfarrer in Mündungen (gest. 1675), und dann an weitere Familien-angehörige über (s. die Vorsetzblätter von 1 und 2);'[cs kamen aber indieser Zeit nur ganz wenige neue Einträge hinzu.
,300.
Pap., XVI. und XVII. Jahrh., 424 S. Pappbd.
Geschenk des Stadtpfarrers Wurm in Lorch 1881.
Acta decanatuum suorum a Martino Crusio in diario consignata.
Crusius übernahm das Dekanat in seiner Fakultät siebenmal: 1564,1570, 1576, 1581, 1586, 1592 und 1598. Seine amtliehen Handlungen,Proklamationen, Korrespondenzen sind hier in Tagebuchform niedergelegt.Aber auch über Vorgänge im Senat und .sonst auf der Universität undüber die von Cruskts gehaltenen Vorlesungen finden sich hier Aufzeich-nungen. Die spätesten sind vom J. 1605.
801.
(fällt aus).