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2 (1891) Die Handschriften in Quarto und Oktavo
Entstehung
Seite
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Histor. Handschriften in Qnarto Nr. 297. 298. 299. 123

297.

Pap., mit Einträgen vom Ende des XVI bis Mitte des XVIII.Jahrh., 380 S. Gepresster Lederbd in Futteral.

Von einem Unbekannten durch Vermittlung des Finanzrats Iluber 1S23 erkauft.

Philothesium seu Lararium d. Philias ... cujus prseses est Joannes Goetz,notarius publicus et poligrammateus Acropolitanus in ora Danubiana, re-

purgatum a° 1619.

Der ursprüngliche Besitzer dieses mit Bildnissen und Wappen geziertenStammbuchs, in welches meist ivenig bekannte Persönlichkeiten bayerischer,auch württembergischer, selten entfernterer Herkunft Einträge machten, istJoh. Goetz, Notar und Stadtschreiber in Höchstätt (gest. nach 1630).Fortgeführt wurde es von Joh. Willi. Goetz, herrschaftlichem Vogt in Döt-tingen (Kgr. Bayern). Im 18. Jahrhundert kam es in den Besitz einesWolfg. Gottfr. Goetz, Amtmanns in Dettingen unter Urach, und endliehin den einer Jungfer Götzin.

298. 299.

Pap., XVI. und XVII Jahrh., nr. 208 mit 258, nr. 200

mit 265 Bl. 2 lederbände.

Aus der Bibliothek des Geh.Hats Frommann, luie aus den Wappen hervorgeht, derenInhaber von seiner Hand bestimmt sind.

Stammbücher des Paul Jenisch.

Der Besitzer dieser Bücher ivar ein Sohn des Augsburger KaufmannsHieron. Jenisch, aber in Antwerpen gehören den 17. Juni 1558; ursprüng-lich selbst Kaufmann, studierte er später Theologie in Tübingen, wurdedann Kirchenpflegeradjunkt in Augsburg, aber von dort ivegen seines Wider-streits gegen das herrschende Kirchenregiment im J. 1595 vertrieben, lebtedann zuerst in Lauingen, endlich seit 1609 in Stuttgart, wo er die Be-stallung als Lautenist in der herzoglichen Kapelle annahm (vergl. Sittard,zur Geschichte der Musik und des Theaters am toürtt. Hofe 1, 34. 46)und in hohem Alter den 18. Dez. 1647 starb (vergl. die ihm von demPfarrer Schmid an S. Leonhard gehaltene Leichpredigt, gedr. 1648).

In der nun folgenden Beschreibung der zicei Handschriftenbände istnr. 298 als 1, nr. 299 als 2 bezeichnet.

Jenisch führte von seiner Studentenzeit ab Stammbücher, zertrennteaber wahrscheinlich im J. 1627 (vergl. 1, 7) die bis dahin geführten, legte