406
F
erdinand I
iöw],
[8
Zillerthal
520-1200 m
30 km
11940Bew.
398Bew.auflkm
Tuxer Grund
700—1500 „
18 ,
1283 „
71
Dornanberg
700.-1400 ,
11 ,
331 ,
30
Stilluppgrund
unbewohnt
Zillergrund
700-1300 ,
9 „
371 '
41
Die Dichte der Bevölkerung hängt eben nicht allein von der ab-soluten Höhe, sondern auch von der erosiven Eigenart der Thalfurchenab, und diese Abhängigkeit geht oft so weit, dass sich die Ent-wickelungsgeschichte eines Thaies in der Art seiner Besiedelung wider-spiegelt.
Das rinnende Wasser an und für sich vermag nur Klammen und,wenn es wie in regenarmen Tafellandschaften lange Zeiträume hindurchungestört arbeitet, echte Canons auszuhöhlen. Soll sich eine Klamm,ein Canon zu einem bewohnbaren Thale entwickeln, so muss die Arbeitdes Wasserlaufes ergänzt werden durch die Abschrägung der Seiten-wände, also durch Verwitterung, Spaltenfrost und durch die spülen-den Wirkungen des Regens. Das Ergebnis dieser kombinierten An-griffe der Atmosphäre ist zunächst die Anhäufung von Schutthaldenam Fusse der Thalwände — ein notdürftiger Ersatz für die flacheSohle entwickelter Thäler. Immerhin ermöglichen oder erleichternsolche Halden die Anlage von Verkehrswegen und überziehen sich,wenn sie Gesteinen entstammen, welche thonige Zersetzungsprodukteliefern, sehr bald mit Weideboden oder sogar mit einer Krume, dieden Anbau von Getreide lohnt. Da aber in den Alpen selbst diewildesten Hochthäler nicht nur- Halden, sondern auch kleine Flach-böden, vereinzelte Schuttkegel und andere, einer Niederlassung günstigeStätten darbieten, sind die Halden-Siedelungen zumeist auf unent-wickelte , klammartige Thalabschnitte und auf die Ränder schlechtdrainierter Becken und Böden beschränkt. Dass sie von anderenSiedelungsarten an Bedeutung weit übertroffen werden, zeigt die fol-gende Uebersicht.
Auf Halden-Siedelungen entfallen:von den 1567 Bewohnern des Antholzer Thaies. . 9700 „ „ Tauferer
und zwar von den 3062 Bew. des Stammthaies *)
„ „ 245 „ der Tauferer Schlucht
„ „ 3406 „ des Ahrenthales
„ „ 383 „ , Weissenbachthales
„ 1570 „ „ Mühlwaldthales„ „ 695 ,, „ Rainthaies
„ 343 „ „ Mühlbachthaiesvon den 3316 Bewohnern des Stubaithales
und zwar von den 3040 Bew. des Stammthaies 2 )„ „ 130 „ „ Oberberg149 „ . Unterberg
71
oder
4°/o
442
n
5 ,
197
n
6 „
12
n
5 ,
111
n
3 .
40
„
11 ■
44
n
3 ,
12
„
2 ,
25
n
7 ,.
118
n
3 ..
49
n
1 ,
40
n
31 i.
28
n
19,
') Bis zum Schlosse Taufers; Schlucht: vom Schlosse his Luttach.2 ) Bis Milders.