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Siedlungsarten in den Hochalpen
Entstehung
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Vorwort.

Ich suchte die Wohnstätten im Hochgebirge nach orologischenKennzeichen zu sondern und in einer Reihe von Thälern vergleichbareWerte für die unterschiedenen Siedelungsarten zu gewinnen. Die ersteAufgabe Hess sich im Anschlüsse an meine Arbeit über Thalbildungin aller Kürze erledigen; die zweite dagegen erheischte die Verknüpfungder an Ort und Stelle in den Schieferalpen zwischen Rescben-Scheideck und Krimler Tauern gesammelten Beobachtungen mitden Ergebnissen der jüngsten Volkszählung. DasSpezial-Ortsreper-torium von Tirol und Vorarlberg", welches die Statistische Central-kommission im Jahre 1885 herausgab, sollnicht nur die Gemeindenund Ortschaften nach der politischen und gerichtlichen Einteilung ent-halten , sondern auch bei jeder Ortschaft alle zu derselben gehörigenOrtsbestandteile, also die Rotten, Weiler und Einzelhöfe anführen,und zwar erstens die Zahl der Häuser, zweitens die Zahl der Be-wohner." . . . Wo diese Vorschrift befolgt wurde, war es nicht schwer,die Verteilung der Bewohner auf die verschiedenen Thalformen bisauf den Kopf genau herauszubringen. Ganz verlässig ist z. B. dieAngabe, dass von den 1207 Bewohnern, welche das Kaunser Thal imJahre 1880 aufwies,

8 oder 0.6 °/o auf Halden-Siedelungen,

107 8.9 Schuttkegel-Siedelungen,

238 19.8 Boden-39 3.2 ,, Terrassen-

304 25.2 Leisten-

511 42.3 Hang-entfallen. In anderen Fällen aber heucheln die Prozentsätze durchihre Dezimalstellen eine Genauigkeit, die ihnen leider nicht zukommtoder nach der Art ihrer Ermittelung zum mindesten nicht zugestandenzu werden braucht. Wenn von einer Ansiedelung, welche 50 Häusermit 250 Inwohnern umfasst, 30 Häuser auf einem Schuttkegel, eineRotte von 10 Häusern auf dem Gehänge und eine zweite Rotte von10 Häusern auf dem Flachboden des Thaies liegen, ohne im Orts-