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wähnte Kaufung den einzigen Beleg. Kein fränkisches (namentlich rhein-fränkisches) '—heim ist hier nachzuweisen: die —dorf waren an dieStelle getreten, weil es sich um neue Orte handelte. Wir finden auchkein fränkisch - thüringisches — s t e 11, kein anglisch - thüringisches—lehen, kein—lär wie in Hessen und Niedersachsen, kein oberdeut-sches — hofen (—koven, -—kon), kein voigtländisches —grün, kein—reut, —rot, —rat. Nur drei —rode haben wir: Blumrode, Neu-rode, Weizenrode. Dabei einige gleichbedeutende —hau im HirschbergerKreise: Rabishau, Schreibershau, Seifershau, Wolfshau und Dörnhauim Kreis Waidenburg.
Von den genitivischen Namen (possessiver Genitiv eines Personen-namens mit Weglassung der näheren Ortsbestimmung), die im Fuldischenund in Ostfranken besonders häufig sind, haben wir im eigentlichenSchlesien.kein Beispiel, nur zwei in der Grafschaft Glatz: ReinemRein-erts (= Reinharts) und Rückerts.
Sehr selten sind einfache Ortsnamen. Ich wüsste nur Hammer,Harte, Hain, Heide, Steine anzuführen, wozu noch das mit Präfix — geversehene Gesäss (Kreis Neisse) tritt.
Wo zwei gleichnamige Dörfer nahe bei einander lagen, unterschiedman sie durch vorgesetzte Attribute, die aus der Bodenbeschaffenheitmeist genommen wurden: im Nimptscher Kreise liegen Dürrbarte undGrünharte, im Breslauer Dürrjentsch und Wasserjentsch, im Reichen-bacher Steinseifersdorf und Langseifersdorf, das in älterer Zeit (1374)Grossen Seifridisdorf genannt ist.
Ueber die Unterscheidung zweier gleichnamiger, nahe gelegenerDörfer durch vorgesetztes Gross und Wenig oder Klein haben wirschon früher gehandelt (S. 167 [11]) und erwähnt, dass das alte sla-vische Dorf durch das vorgesetzte Wenig von dem als Gross bezeich-neten neuen deutschen Dorfe unterschieden Ward, wie dasselbe auch imOsterlande geschah.
Zuweilen erhielt auch das neugegründete das Attribut Deutsch, wasdie Benennung des alten als Polnisch zur Folge hatte. Bei PolnischWeistritz ist das weiter nördlich, aber jenseits einer anderen Dorfmark(Burkersdorf) angelegte jüngere Dorf durch das Attribut Ober unter-schieden; beide haben den Namen von dem Bache Weistritz.
Für die Unterscheidungen Alt und Neu bedarf es keiner beson-dem Bemerkung.
Die Ortsnamen, welche im ersten Teil den Genitiv eines Manns-namen haben, der auf denjenigen zurückgeht, welcher das Dorf aus-gesetzt und eingerichtet hat, überliefern uns die Eigennamen der Führeroder mindestens bedeutender Männer unter den Einwanderern.
Diese Eigennamen sind keine erblichen Familiennamen, denndieselben lagen bei Bauern und Bürgern, und selbst beim Adel im 12.,13. Jahrhundert noch in den ersten Anfängen, sondern sind Vornamennach heutigem Begriff.
Sammelt und prüft man dieselben, und stellt die aus Urkundenund andern Schriften erreichbaren altschlesischen Familiennamen hinzu,