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1 (1890) Die Handschriften in Folio
Entstehung
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X Einleitung.

diesen Kreisen Wichtiges bergen muss zur Aufhellung der Regierung, Ver-waltung und, Rechtspflege jener Zeit. Die altwürttembergische Verfassungdagegen erhält ihre spezielle Beleuchtung durch die Sammlungen des Land-schaftsmitgliedes Theuss. Dass ferner auch höhere Kirchenbeamte, wiedie Prälaten Grüneisen und IIa über, in unserer Sammlung vertretensind, das deutet auf eine Erweiterung nach der kirchenpolitischen Seite hin.Ihnen mag sich der gelehrte Kanzler Schnurr er mit seinen interessantenSammlungen zur Kirchen- und Gelehrtengeschichte Schwabens, sowie derBibliothekar Petersen anreihen, welcher die Früchte ausgebreiteter Be-lesenheit in Kollektaneen zur allgemeinen Kulturgeschichte des deutschenVolks niederlegte. Natürlich musste der Nachlass solcher Historiker, welchedas Gebiet der württembergischen Geschichte zu ihrem eigentlichen Arbeits-feld erkoren hatten, das Interesse der Bibliothekare immer am meisten inAnspruch nehmen. Hieher gehört von den älteren L. T. Spittler; sosehr auch sein universaler Blick die europäische Staatengeschichte im ganzenutnfasste, so war er doch nirgends besser zu Haus, als in der Geschichteseines engeren Heimatlandes, und legte diese Kenntnis zum Teil in Auf-zeichnungen nieder, welche nie gedruckt worden sind. Karl Pf äff, derSohn eines Archivars, sammelte in Abschriften und Regesten eine Fülle vonUrkunden zur Geschichte Württembergs, seiner Regenten, seines Adels,seiner Städte u. s. w., und wenn er auch von eigenen Ausarbeitungen vielesdem Druck übergab, so birgt sein Nachlass doch manches noch Unbekannteund, Unbenutzte. Die Perpiere diese)' beiden Geschichtschreiber sind jetztbei uns niedergelegt. Das historische Material für einzelne Landschaften^Städte und Dörfer, welches die Bibliothek in diesen neueren Zeiten erworbenhat, kann hier selbstverständlich, nicht einzeln namhaft gemacht werden.Doch ist zu bemerken, dass das altwürttembergische Gebiet, von welchemdie früheren württembergischen Chroniken und Landbücher handelten, jetztnicht mehr allein in Betracht kam, vielmehr die neuerworbenen Landesteiledie gleiche. Berücksiehtigung finden mussten. Für den nördlichen Teil der-selben wurde durch die Erwerbung der Papiere von ./. Alb recht und,H. Bauer einigermassen gesorgt, für den südlichen durch den Ankaufvon Werken wie Gärts Geschichte der Graf'schaff Hohenierg und Pflam-met-ns Annalen von Biberach. Chroniken von alten Reichsstädten, welchejetzt zu württembergischen Landstädten geworden waren, kamen in ziem-licher Anzahl in den Besitz der Bibliothek. Auch das Wenige, was Würt-temberg an Gebiet verloren hatte, ist durch die treffliche y ungedruckt ge-bliebene Geschichte der Grafschaft Mömpelgard von Archivar Scheffervertreten. Um aber schliesslich vom Land Württemberg auf seine Bewohnerzu, kommen, so darf die erfreuliche Thatsache konstatiert werden, dass in