274 XLVII, 1 SEGEN
also du getauffet sist unde swie (unde unde swc die hs.) du geliaizen sist,15 daz dir ze buoze.
Krist ward gekündet ze Nazaretunde geborn ze Betleliemunde gemarterot zJerusalem.da ht verbiut ich dir, bluot, daz du stest unde nine gest,20 in dem namen des vater und des sunes und des heiligen geisles. Amen.hier zeigt sich z. 16—18, dass v. 2 des alten Milstäter segens einmalanders lautete und dass darnach auch die Störung von v. 3 anders zu er-klären ist, als worauf die Vermutung führte: auf unde gemarterot ze Jer-salem folgte einfach gelotif'el von Johanne in demo Jordane. aber die wun-if>2derliche sachliche Ordnung in diesen versen, die ohne zweifei die abände-rung in v. 2 der Wiener hs. veranlasste, ist gewis auch nicht ursprünglich,sondern die den Zusammenhang störende zeile unde gemarterot ze Jer-salem des besseren reimes auf Betleliem halber eingeschoben, und deranfang lautete ehedem wohl: Christ wart gekündet ze Nazaret undegeborn ze Betleliem, geloul'el von Johanne usw. untadellich ist dieOrdnung in einem segen der Heidelberger hs. 169 bl. 207 (Mones anz.1837, 477 nr. 42): Ich beswere uch, wurme, by unserm herren JesuChrist, der zu Betlahem geboren wart, in Nazaret gezogen wart, uf demborg zu monte Oliveli zu himel füre, aber eine ganz ähnliche aufzeich-nung, wie in der Schefferschen hs., setzt voraus eine auch noch heulemündlich (AKuhn westfälische sagen 2, 198 nr. 558) umlaufende formetin Mones anz. 1838, 420 nr. 2 aus einer hs. des XV jh. im Ferdinan-deum zu Innsbruck:
Item das pluot zu verstellen usw.
Unser lieber berr ward geborn zu Belhlahem
und ward verkündet zu Nazaretb
und ward gemartert zu Jerusalem.
als war die drey sache sein,
als war verste dir. N. dein pluot.in derselben hs. folgt auch unmittelbar noch ein zweiter mit dem Scheffer-schen verwanter spruch Contra fiuxum sanguinis die: Ich man dich bluot,ich bitte dich bluot, ich gepeül dir bluot by unsers herrn Jhesu Cristibailigen hluots ere und crafl, das du verstandest und nicht mer gangest.mit z. 5—7. 15 der Upsaler hs. namentlich berührt sich ein blutsegen,den OFleischer aus einer nicht näher bezeichneten Erfurter hs. (es istcodex 62 b in oetav, wie Schums Verzeichnis s. 720 ergibt) saec. XII inwenig genügender weise Berliner monatshefle für litleralur, krilik undthealer 1 (1885), 507 mitteilte: Christ wart wunt, | des wart er gesunt.I Slant bluot, stant bluot. | Stant hir inne | duorc des heil .. Chrisles willen.Pater nosler, Diz si din buozen. islud die tribus viribus, er schliefst daraneine zweite fassung: Item . . . nem manare de ferreo fönte ille sanguisstitit, ubi Christus Jesus. Stant bluot, habe bluot, | habe dine sela bluot. |
Sancta Maria . . liga hec v.....| Also verslant duo | so der (Jordan)
stuont I ubi sanetus Johannes Christum filium dei baptizavit. pater noster.tribus viribus isla, (auch die Erfurter hs. 65 in quart enthält — Schum