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Das Fest der Abgeordneten von Rheinland-Westphalen gehalten zu Köln am 18. und 19. Juli 1863 : vollständiger Festbericht
Entstehung
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43im Stande wäre, Preußen von seinem nationalen Ziele abzulenken, demes nicht entsagen darf, bei Strafe der Vernichtung, des Ausgestrichenwerdens aus der Reihe der europäischen Mächte! Und wie vielen Schadenman so auch anrichten kann, wir haben eine gute Natur, wir werden auchdas überwinden. Meine Herren! Unser deutsches Vaterland und dasdeutsche Volk, sangeslustig, waffenkundig und waffenfreudig, wie kaumein anderes, es lebe hoch, jetzt und immerdar hoch!Der Abgeordnete Herr Cetto aus Trier trank auf die verfassungs-mäßige Entwicklung und sprach dazu:Meine Herren! Es mag vermessen erscheinen nach all den begeistertenWorten, die wir gestern und heute gehört haben, noch zu Ihnen zu sprechen.Gestatten Sie mir indeß wenige einfache, aber darum nicht minder patrio-tische Worte. Wenn wir den wackern Bürgern Kölus herzlich dankbarsind, meine Herren, daß sie uns in so ernster Zeit Gelegenheit gegebenhaben, uns zusammen zu finden mit ihnen, mit lieben Freunden undCollegen, unter denen wir zu unserm lebhaften Bedauern wackere Führerin dem verfassungsmäßigen Kampfe um die Verfassung vermissen, dann,meine Herren, begrüßen wir in diesem Feste den Ausdruck von Bürger-muth und Bürgertugend, die sich jedoch nicht darauf beschränken werden,Feste zu feiern und Tøgste auszubringen in passiver Gesetzlichkeit, sonderndie activ und sicher da einzustehen wissen werden, wo es gilt für Wahrheit,Recht und Fortschritt auf allen Gebieten, auf dem materiellen, geistigenund politischen zu kämpfen. Wir begrüßen darin freudig die Aussichtunserer Metropole in ihrer eben so berechtigten als verpflichteten Stellungan der Spitze unserer Provinz, die hinter keiner ihrer Schwestern zurück-stehen mag an Patriotismus und die zu zeigen wissen wird, daß sie dieWacht hält am Rhein gegen äußere und innere Feinde. (Bravo!) Wir be-grüßen darin freudig das Einverständniß aller Patrioten zu dem gemein-samen Kampfe gegen den gemeinsamen Feind, zu dem gemeinsamenKampfe, der hoffentlich der letzte und entscheidende sein wird, des bewuß-ten national=patriotischen und steuerzahlenden Bürgerthums gegen dieimmer frechere und schamlosere Privilegiensucht des Feudalismus, derPreußens Vergangenheit verläugnet und Preußens Zukunft zu vernichtendroht. Wir, meine Herren, haben keinen Feudalismus und Gott seiDank wir werden ihn auch nicht bekommen, und ich denke, wir zeigenauch, für die Folge, was es heißt, an Recht und Gesetz und an die Gleich-heit vor dem Gesetz gewöhnt zu sein. Aber, lassen Sie uns vorgehen,Einer für Alle und Alle für Einen, dann wird sich das alteHilf dir selbst,dann hilft dir Gott bewähren. So, meine Herren, lassen Sie uns stehen,dann können wir es getrost abwarten, ob das zweideutige um nichtzu sagen ekelhafte Schauspiel von Loyalitäts=Deputationen sich wieder-holen soll, ob es in Preußen neben und über der gesetzlichen Vertretungnoch eine andere geben wird. Nun, meine Herren, lassen Sie uns an-stoßen auf das gemeinschaftliche Wirken und das gesetzmäßige ernste Be-streben aller Patrioten, auf die verfassungsmäßige Entwickelung, auf denTriumph von Wahrheit, Recht und Freiheit! Hoch