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Die Westphalen in Lübeck
Entstehung
Seite
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39an dessen Statt erwehlt Jodocus Hodtfildter,ein Westfälinger.Derselbe war*) eines Hutmachers Sohn vonOßnabrück, (daher er auch den Zunamen Hodt-fildter bekommen) und zwar so schlechten Vermögens,daß er zu Münster und Deventer, woselbst er in dieSchule ging, sein Brod mit Betteln suchen mußte.Er ließ es aber an seinem Fleiß im Studiren nichtfehlen und brachte es folgends durch seine Geschicklich-keit dahin, daß er nicht allein zu Cölln Magister ward,sondern auch bey dem Päpstlichen Nuntio und Car-dinal, Jacobo Campegio, das Amt eines Secretarii,(wozu ihn sein Vorweser D. Eberhard Wolthagenvorschlug) bekleidete. Nach Campegii Tode hielte ersich zu dem Cardinal Alexandro Farnese und alsderselbe zur Päpstlichen Würde gelangte und Paulus III.hieß, ward er zu Rom dessen, wie auch seines Nach-folgers, Papst Julii III. Referendarius. Nachdem ernun, bey solchen Bedienungen, verschiedene päpstlichePraebenden an sich gebracht, und insonderheit deshiesigen Thumstiffts Probst geworden, so erwehlteman ihn abwesend zum Bischoff hieselbst und solcheWahl ward durch den Papst bekräftiget. Allein beydiesem seinem Herrn, dem vorgemeldeten Julio III. blieber noch etliche Jahr in Diensten, und als er endlichanhero reisen wollte, von dem Papst aber nicht erhal-ten konnte, daß er nebst dem Bißthum alle seine übri-gen Beneficien behalten mögte, da grämete er sich derge-stalt darüber, daß er noch vor der Abreise, und ohne*) Chytraei Saxon, lib. 17. p. 436.