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Über Nikolaus Knüpfer und einige seiner Gemälde, bes. über seine "Jagd nach dem Glück" ... in München und Schwerin
Entstehung
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vortheilhaften Eindruck. Wir meinen ihr u. a. auf dem Cassler Bilde zu begegnen,auf der Estrade, oberhalb des Mannes mit den Krücken.

Das Bild in Prag (Sammlung Nostiz), auch ein wohlerhaltenes farben-prächtiges Werk, zeigt Diana und ihre Nymphen im Bade.

Ein Bild seiner Jugendzeit, Odysseus und Nausikaa, hat er später in einervon ihm selbst mit seiner bekannten, auf allen gezeichneten Bildern sich gleich-bleibenden charaktervollen Schrift beglaubigten Zeichnung des Berliner Kupferstich-Cabinets wieder aufgenommen.

Auch die Allegorie, als welche wir die Jagd nach dem Glück in Schwerin,München, Basel und anderswo ansprechen dürfen, hat er sonst noch gepflegt, soz. B. in dem zweiten Bilde der Königlichen Galerie zu Kopenhagen. Der Katalogbeschreibt es folgendermassen: »Der Gott Merkur hat Psyche umfasst und trägtsie zum Olymp empor. Aber die Gestalten des Ehrgeizes, der Verschwendungund der Wohllust suchen sie auf Erden zurückzuhalten.« Ist das richtig? fragenwir. Haben wir nicht auch hier statt der Psyche vielmehr die Glücksgöttin voruns? Dieses zweite Kopenhagener Bild ist ebenso wie das Schweriner durch eigen-händige Aufschrift des Meisters beglaubigt, nur fehlt das Datum.

Hierher gehört ferner das schön erhaltene Rotterdamer Bild im Privatbesitzdes Herrn Joseph de Knyper, das als eine Verherrlichung aller Gaben des Wein-gottes oder auch als Lobpreisung von Weib, Wein und Gesang aufzufassen ist undeine Reihe leicht verständlicher schalkhafter Züge enthält. Zum »Vivat Bachus«, dasvon allen Dargestellten in verschiedener Art zum Ausdruck gebracht wird, erschalltMusik, die ein vor einem orgelartigen Instrument sitzender Mann hervorbringt. ImHintergrunde erscheinen Bock und Schwein, letzteres als Säulenheiliger.

Wir schliessen hiemit die Reihe seiner Bilder, behalten uns aber vor, imNachtrag noch auf einige andere einzugehen.

Hoffen wir, dass das Glück, welches die Utrechter Ausstellung mit derHervorbringung eines bis dahin ganz unbekannten ausgezeichneten Werkes desMeisters hatte, sich bei anderen Gelegenheiten wiederhole.

Es bliebe nun noch die Frage übrig, ob und wieviel Anlass zur Gliederungseiner Werke nach Perioden gegeben sei. Allerdings haben wir einige Anhalts-punkte für einen Versuch in dieser Richtung, aber, wie wir schon sahen, nur äusserst

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