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Über Nikolaus Knüpfer und einige seiner Gemälde, bes. über seine "Jagd nach dem Glück" ... in München und Schwerin
Entstehung
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erscheinen, sind hier schräge gestellt und tragen somit zu der gelösten Erscheinungdes Ganzen wesentlich" bei. Eine Verbindung dieses Vordergrundes mit dem Hinter-grunde ist dadurch in wirksamer Weise herbeigeführt, dass Kaiser und Papst, welcheauf dem kleineren Bilde als eine Teppich - Darstellung an der Wand des Tempelserscheinen, auf dem grösseren Bilde in Wirklichkeit mit ihrem ganzen Gefolge vonhinten her herangeritten kommen und somit die Menschenmassen nach dem Mittel-und Hintergrunde hin bedeutend ausdehnen.

Dasselbe Princip des Lösens und Leichtermachens herrscht auf dem grösserenBilde in der Gestaltung der Architektur links und des Terrains rechts.

Kurzum, man sieht auf dem grösseren Bilde überall das Bestreben, dieComposition in jedem Punkte der des kleineren Bildes gegenüber zu heben. Undzwar so, wie es einem Meister einfällt, wenn ihm das Werk als sein eigenes amHerzen liegt.

Das kleinere Bild ist eine Vorstudie zum grösseren gewesen.Als der Meister das kleinere fertio- hatte, rehel es ihm nicht mehr. Aberder Gegenstand war ihm zu interessant, um ihn fallen zu lassen. Er nahm ihnwieder auf. Zuletzt gelang er ihm in dem grösseren Bilde zu seiner und, sagenwir, auch zu unserer vollen Zufriedenheit. Der Name »Contento« aber wird durchirgend Jemand, der für die Grundabsicht des Künstlers kein Verständniss hatte(also gewiss nicht durch Knüpfer selber), von der Drachen-Inschrift des grösserenBildes auf die ganze Composition beider Bilder übertragen worden sein.

Ja, es giebt noch andere Bilder mit Glücksjagden, die als Vorstufen zumSchweriner Bilde anzusprechen sind.

Eine besitzt das Museum in Basel. Da ist der Gegenstand wieder etwasanders behandelt. Es ist weniger gut als die beiden, welche wir eingehenderbetrachtet haben. Aber es ist vielleicht das erste unter allen, früher noch als dasBild von Johannes König, viel früher also als die beiden Bilder von Knüpfer. Ja,so fragen wir, sollte es vielleicht das gesuchte Bild Elsheimer's sein und als solcheszu seinen unreiferen Jugendwerken gehören? (S. Nachtrag.)

Diese Mehrheit gleichartiger Bilder eines und desselben Vorwurfes kann unsnicht Wunder nehmen. Wir haben auch in neuerer Zeit Beispiele davon, dassKünstler einen und denselben Gegenstand immer wieder vornehmen, bis er ihnen

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