200Da naht sich auch Luna aus flutendem Schooß,Doch wehe! o wehe! Neptunus bricht los,Schon dunkelt in Westen die Ferne,Und bleichend verschwinden die Sterne!Ein Augenblick kaum und die schwärzeste NachtVerbreitet ringsum ihre Schatten,Es wölbt sich die Woge mit stürmender MachtUnd will mit dem Himmel sich gatten;Es krachen die Masten, es heult in der Wand,Es fallen die Segel, es löst sich das Band,Das liebend die Geister hier kettet,Denn wem ist das Leben gerettet?Es hebt sich das Fahrzeug, es stürzet hinab,Hinab in die schäumenden Fluten,Es taucht wieder auf aus dem offenen Grab,Und trotzet den zuckenden Gluten;Es wälzt sich die Woge wohl über das Schiff,Es starrt aus dem Abgrund ein drohendes Riff,Doch nimmer vermögen die Schrecken.Dem Seemanne Furcht zu erwecken!
Einzelbild herunterladen
verfügbare Breiten