175Drum laßt ihn nur, den leeren, kalten Satz!Tod hin, Tod her; mir heute und Dir morgen!Der brave Mann steht fest auf seinem Platz,Die Ehre zwar ist ihm sein höchster Schatz,Doch um den Tod läßt er den Himmel sorgen!Und trifft's ihn auch, wie schnell ist er dahin,Ein Seufzer nur, ein kaum bemerkbar Stöhnen!Ihm trübt zuvor kein Krankenbett den Sinn,Sein Lebewohl! sein Ha! ist ein Gewinn,Den Tausende vergebens sich ersehnen.Doch wehe, weh! wenn ihn nicht gleich der TodAuf's gründlichste der Körperlast entbindet,Wenn lebend noch nach einer Nacht voll Noth,Voll Seelenangst, das neue MorgenrothDen Leidenden in seinem Blute findet!Wenn schmachtend dann nach Freiheit ringt der Geist,Und locker schon das Lebensband geworden,Ein wilder Schmerz durch alle Adern kreist,Und furiengleich Verzweiflung ihn zerreißt,Daß er zu schwach, sich selber jetzt zu morden!
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