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Gedichte
Entstehung
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174
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174Die Sonne sinkt, es naht die stille Nacht,Die Feinde fliehn, die Donner fern verhallen!Sie ist erkämpft, die mörderische Schlacht,Doch viele sind der Opfer heut gebracht,Auch Ludwig schläft, der tapferste von allen!Er, der als Kind den Waffen sich geweiht,Der, spielend noch, das Handwerk schon erlernte;Er, der im Sturm der letzten schweren ZeitSein Fürstenhaus von fremdem Druck befreit,Und nimmer sich vom Pfad der Pflicht entfernte!Er, der so reich mit Orden sich geschmückt,Der hohen Ruhm beim Feinde selbst erworben;Da liegt er nun, zertreten und zerdrückt!Er ist so heißt's vom Schicksal hoch beglückt,Den schönen Tod für's Vaterland gestorben!Ja! schön ist er, der Tod für's Vaterland,Doch schöner noch: für's Vaterland zu leben.Der Todte ist auf immerdar verbanntAn einen fern, sehr fern entlegnen Strand!Was möchtet Ihr für seine Ruhe geben?