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Gedichte
Entstehung
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129Und spricht's auch frei von Schuld ihn und von Klage,Erfüllt er treulich auch die große Lebensfrage,Um so viel mehr drückt ihn, den Menschen, doch die Bürde,Die hohe Königswürde.Die Besten selbst, die Edelsten von allenSind, ach! zu häufig schon, durch Meuchlers Hand gefallen,Und schwarzer Undank nur ward ihnen auf dem ThroneStatt Glück und Ruhm zum Lohne!Nun sehet hier auf dürftig hartem Lager,Von Hunger ausgedörrt, von Habsucht blaß und hager,Den Geizhals, schlummerlos, mit Zittern und mit BebenDen Blick zur Thür erheben.Was ist es denn, was kann Dich so erschrecken,O Du glücksel'ger Mann! bei Deinen vollen SäckenSieh her, ein Mäuschen ist's, das leise und verstohlenEin Krümlein Brod will holen.O gönn' es ihm, Du niedre Sclavenseele!Gesetzt, daß heute Dir ein Dieb den Mammon stehle,Bist Du nicht plötzlich dann der schweren Wacht enthoben,Und glücklicher einst oben?6*