115Daß Dein Auge, still ergeben,Immer nach Erlösung weint?Dennoch, wenn der Tod erscheint,Möchtest Du so gern noch weilen,Laͤnger noch das Elend theilen,Wo Du jetzt so sehr auf schmäh'st,Weil Du, Armer! rückwärts gehst!Drum, die Welt ist gut und schön,Doch der Leidenschaften TobenLäßt das Schöne uns nicht loben,Höhnt die Blumen, die uns blühn!Wollte ſich der Menſch bemühn,Seine Menschenpflicht zu üben,Andre wie sich selbst zu lieben:Braucht es dann — gesteht es doch!Eines künft'gen Himmels noch?Aber in endlosen WehnKrümmt sich krampfhaft noch die Erde,Sorge, Kummer und Beschwerde,Ist der meisten Menschen Theil!
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