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3 (1896) Atlas mit erläuterndem Text
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Erklärung der Tafeln. 3

Fig. 58. 45 jährige Mörderin; Findelkind, von Beruf Kranken-wärterin, Analphabetin, aus Gangi, Provinz Palermo. Dolicho-cephaler Schädel mit beginnendem allgemeinen Nahtverschluss,sämtliche Nähte sehr einfach bis auf die sehr verwickelte Lambda-naht. Im hinteren Parietalwinkel ein 74 mm hoher, 48 mm breiterEpaktalknochen, der noch Spuren einer früheren Längstrennung inzwei unsymmetrische Hälften zeigt. Parietal- und Occipitalhöckerlinks stärker, als rechts. Auf der Höhe des linken Parietalhöckerseine fingerförmige Depression. Synostose des Atlas mit demHinterhauptbein.

Tafel IX. Verbrecherschädel. (Bd. I, S. 183.)

Figg. 14. Porträt und Schädel des als Fra Diavolo be-kannten Banditen Gasparone, der mit 88 Jahren auf freienFusse starb. Dolichocephalie, fliehende Stirn, starke Stirnhöhlen,Schaltknochen im Stirnbein.

Figg. 5 und 6. Schädel von Arnioni, subskaphocephal.

Tafel X. Schädel der Charlotte Corday. [Bas Weib alsVerbrecherin. III. Theil, Kap. 2.)

Platycephalie und männlicher Typus, Schaltknochen im Pterion,Asymmetrie der Augenhöhlen; ausgeprägte Augenbrauenbogen,Temporalkamm sehr entwickelt.

Tafel XI. Anomalien des Gehirns, der Extremitäten und derNasenbeine bei Verbrechern. (Bd. I, S. 184 ff., 222.)

Fig. 1. Gehirn eines sicilianischen Mörders (nach Mingazzini).S.U.: Sulcus Holando.f.p.e.: Fissura perpendicularis externa.s': Eamus posterior fossae Sylvii.s. t': Sulcus temporalis superficialis.L. F.: Lobus frontalis.Der Sulcus Rolando hat eine fast senkrechte Richtung undkommunizirt mit dem hinteren Stück der Fossa Sylvii. DieFissura perpendicularis externa ist verlängert; die Ueber-gangswindung bedingt durch ihre tiefe Lage das Entstehen einesOperculums, wie bei den niederen Affen.

Fig. 2. Gehirn des Mörders Dobrowicki nach Benedikt. DieBezeichnungen sind dieselben, wie auf der vorigen Figur. Die Fis-sura perpendicularis externa kommunizirt mit dem Sulcusoccipitalis anterior, es liegt gleichfalls ein Operculum vor.

Fig. 3. Gehirn des Mörders Tegami (nach Fallot andAlejais). Die zweite Uebergangswindung ist ganz versenkt.

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