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3 (1896) Atlas mit erläuterndem Text
Entstehung
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2 Erklärung der Tafeln.

Tafel VII. Verbrecherschädel. (Bd. I, S. 181.)

Fig. 1 und 2. Schädel des Brandstifters Gatti, der eineMühle verbrannte, um eine kleine Notiz aus der Welt zu schaffen.Enorme Sklerose, Stenokrotaphie, asymmetrisches, links wenigerentwickeltes Gesicht. Unterkiefer stark entwickelt.

Fig. 3 und 4. Arnioni, sicilischer Bandit, 23 Jahre alt.Verstreichung (wahrscheinlich angeboren) der Sagittalnaht; Süb-skaphocephalie; Appendix lemuricus (Albrecht) des Unter-kiefers, Sklerose.

Fig. 5. Soldati, Dieb, 29 Jahre; Sklerose des Schädels,massige Kiefer mit Appendix lemuricus.

Fig. 6. Chiesi, Mörder aus Pavia, 30 Jahre alt, Spion;Stenokrotaphie, Stirnnaht, fliehende Stirn, Gesichtsasymetrie.

Figg. 7, 8, 9, 10. Vitella, 72 Jahre alt, Diebsveteran ausCalabrien; er war ausserordentlich beweglich, und die Gendarmenkonnten ihn nur durch Ergreifen der Testikeln festhalten; hoch-gradige Dolichocephalie; offene Nähte; viel WoRMSche Knochen - renorme Crista frontalis; mittlere Hinterhauptgrube sehr ent-wickelt, abgegrenzt durch zwei Knochenleisten (bei B), die in einemTuberculum zusammentreten. Atlas-Synostose.

Tafel VIII. Verbrecherinnenschädel. (Bd. I, S. 174.)

Fig. 11. Rosa F., 28 Jahre, Kindesmörderin aus Florenz,Analphabetin. Mesocephalie. Stirnnaht, WoRMsche Knochen beider-seits am Pterion und am Asterion. Ein grosser Schaltknochen von10-Pfennigstück-Grösse am Lambda. Linkes Stirnbein mehr ent-wickelt, als das rechte. Starke Stirnhöhlen, Prognathie.

Fig. 26. Lucrezia M., 55 Jahre, Magd, Mörderin, aus Rom.Subdolichocephalie, offene Nähte. Depression im hinteren Drittelder Pfeilnaht. Proc. frontalis am rechten Schläfenbein.

Fig. 36. 20jährige Prostituirte aus Neapel. Fliehende Stirn,.Prognathie. Gesicht erinnert an den Negertypus. Starker Unter-kiefer.

Fig. 40. Marianne T., Kindesmörderin aus Cosenza.Dolichocephalie, schwerer Schädelmit starker Wand. Starke Vor-wölbung des Hinterhauptes über dem Inion, die links stärker aus-gesprochen ist. Links eine Fossa occipitalis interna. Sehr massigeBackzähne; massige Prognathie.

Fig. 50. Antonia P., Kindesmörderin, 28 Jahre alt, Dienst-mädchen aus Sassari. Schädel sehr lang; Sagittal- und Lambda-naht fast ganz verwachsen. WormscIiö Knochen beiderseits in derSutura petro-basilaris. Linker Parietalhöcker stark a^lSgesprochen;rechts ein starker Höcker über dem Inion. Gesicht hat negroidenTypus.