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Die Wallfahrt zu Kevelaer : nebst Anh., enth.: Reihenfolge der Prozessionen im Jahre 1867
Entstehung
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23nicht nachließ, darum zu bitten und ihm die Ursacheihres Begehrens auseinander gesetzt hatte, ihr die Wahlzwischen beiden Bildern überließ. Hochbeglückt eilte dieFrau mit dem genannten Bilde nach Geldern zu ihremManne, der sich nicht weniger freute und nun bald seinZiel erreichen zu können glaubte. Sie ließen ein höl-zernes Täflein machen und das Bild darauf heften, da-mit es desto besser in dem Heiligen=Häuschen ausgestelltwerden könne. Dieses Alles wurde bald in Geldern be-kannt und kam zu den Ohren der geistlichen Schwesterndes Carmeliter=Ordens, welche dieses Bild zu sehen wünsch-ten. Sie erhielten dasselbe auch durch denjenigen, derdas Täflein verfertigt hatte, und behielten es mit allerEhrfurcht über Nacht. Des andern Tages waren diegeistlichen Schwestern nicht sehr geneigt, das Bild zu-rückzugeben; allein Buschmann machte sein Eigenthums-Recht geltend und trug es selbst nach seinem Hausezurück. Unterwegs schon entstand ein großer Zulauf vonLeuten, die gegen seinen Willen dasselbe mit großemOpfer an Geld und Wachs beschenkten. Buschmann, derdieses nicht suchte, sah sich daher genöthigt, das Bildzu verbergen und brachte es den Kapuzinern, bei denenes bis auf den dritten Tag in der Kirche blieb. DerZulauf von Menschen dauerte aber auch hier fort, unddie Patres forderten, daß es zu dem Orte seiner Be-stimmung gebracht werde. Als nun Mittlerweile dasHeiligen=Häuschen nach der Form, welche die FrauBuschmann des Nachts bei der Erscheinung gesehen hatte,fertig geworden war, holte der Pfarrer von Kevelaer,Johannes Schink, am letzten Tage des Monats Mai,Samstags Abends, das Bild in der Stille ab und stelltees am 1. Juni 1642 in das Heiligen=Häuschen. An