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Die Wallfahrt zu Kevelaer : nebst Anh., enth.: Reihenfolge der Prozessionen im Jahre 1867
Entstehung
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22gen bei derselben Gelegenheit und unter denselben Um-ständen abermals und zum dritten Male diese Stimmeund die nämlichen Worte hörte, beschloß er fest, täglichvon seinem kleinen Verdienste etwas zurückzulegen, umendlich in den Stand gesetzt zu werden, ein solches Häus-chen zu bauen. Damit verging der Winter. Im Früh-linge, als Buschmann bereits eine kleine Summe ersparthatte, bekam seine Frau eine nächtliche Erscheinung:sie sah auf einmal ihr Zimmer, wo sonst um diese Zeitnie Licht war, hell erleuchtet und in demselben ein Hei-ligen=Häuschen mit einem Muttergottes=Bilde, ähnlichdemjenigen, welches sie einige Zeit vorher in den Hän-den eines hessischen Soldaten gesehen hatte. Es hattennämlich zwei, von Luxemburg kommende Soldaten zweipapierne Bilder, Abbildungen von dem Muttergottes-Bilde, welches zu Luxemburg unter großem Zulaufefromner Pilger hochverehrt wird, für den zu Kempeneingekerkerten Lieutenant der Compagnie des Capit. Ma-chewitz mitgebracht. Wegen Mangels an Geld hattensie eines dieser Bilder der Frau Buschmann gegen einenBlaumüser (ungefähr 1 ½ Sgr.) angeboten, was ihr da-mals bei ihrer Sparsamkeit zu theuer war. Jetzt aber,als auch Buschmann durch mehrere Umstände von derErscheinung, die seine Frau gehabt, sich überzeugt hatteund darin eine gänzliche Uebereinstimmung fand mitderjenigen, die er selbst gehabt, fing er an das Heili-gen=Häuschen zu bauen, und schickte seine Frau, dieSoldaten aufzusuchen und eines der genannten Bilderzu kaufen. Die Soldaten hatten aber dieselben bereitsdem nunmehr in Freiheit gesetzten Lieutenant eingehän-digt, welcher sich anfangs zwar nicht geneigt zeigte, einesderselben abzugeben, endlich jedoch, als Frau Buschmann