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Die Wallfahrt zu Kevelaer : nebst Anh., enth.: Reihenfolge der Prozessionen im Jahre 1867
Entstehung
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10Allgemeinen genommen, von selbst verschwinden. Hiereine kurze Darstellung derselben. Wenn eine Wallfahrts-Prozession nach einem entlegenen Orte sich begeben soll,so versammeln sich an einem bestimmten Tage und zurbestimmten Stunde mehrere Personen aus dem Orte,wo sie auszieht, und Benachbarte fügen sich hinzu,und zwar gewöhnlich solche, die entweder früher sichdurch ein Gelübde dazu verbunden, oder in gewissenNöthen der Seele oder des Leibes sich die Reise vor-genommen haben, oder auch zu einem glücklichen Erfolgeihres guten Vorhabens Gott besonders an dem Orte,wo so Viele Hülfe erlangten, anflehen wollen. Anderewollen aus Dankbarkeit für erhaltene Gnaden den Ort,wo sie diese erlangt haben, wieder und wieder besuchen.Zu diesen gesellen sich diejenigen, deren Gewissen sehrbeschwert ist und die zu Gott und einem bessern Lebenwollen zurückkehren, aber sich scheuen (mit Recht, oderUnrecht gilt hier gleich) in ihrer Pfarre und bei ihreneigenen Geistlichen ein treues Bekenntniß ihrer schänd-lichen Missethaten abzulegen; und dann kommen zuletzthinzu Alle, welche sich aus einem religiösen Triebe dazugeneigt fühlen, — und begeben sich unter die Aufsichtgewisser Führer, deren Anordnung sie sich unterwerfen.Sie treten diese Reise zu Fuße an, und ihre Unter-haltung sind Gebet und geistliche Gesänge.Daß nun diejenigen, denen es nur um sinnlichesVergnügen zu thun ist, sich diesem Zuge wohl nichtwerden anschließen wollen, wird einem Jeden klar sein.Wenn aber ein Unbesonnener, der Uebels wollte, sicheinzumischen geneigt wäre, so würde dieser gewiß seineRechnung nicht gut machen; denn er würde bald er-tappt, der Verachtung Preis gegeben und ausgestoßen