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Ob Stoff - ob Gott?
Entstehung
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Offener Brief an Herrn Uhlichin Magdeburg.Man hat mir gesagt, ich möge Sie nicht angreifen, daSie älter seien und gewisse Verdienste hätten. Soll ich drumnun schweigen und mein Prinzip die Kosten bezahlen lassen? odersoll ich alter Freundschaft gedenkend, die streitbare Feder aus derHand legen? Ei, das hieße wahrlich, die große Sache mit einerPerson verwechseln. Es wäre ein abscheulicher Verrath, den wirum den Preis nichtiger Menschenrücksicht begingen. Ich glaubenicht, daß Sie selbst diese Rücksicht wünschen, noch weniger, daßSie hinter diesen Zeilen einen andern Beweggrund suchen, alsden, welcher Sie selbst antreibt, Ihre Meinungen an den Mannzu bringen. Wenn ich recht zusehe, so ziehen Sie sogar alle achtTage Ihre Gegner vor das Forum der Oeffentlichkeit, und Sieverstehen es meisterhaft mit den Skorpionen der Ironie zu gei-ßeln, oder wenn dieses nicht angeht, den fremden Standpunktweise zu belächlen. Sie können also nicht beanspruchen, unver-antwortlich zu sein; denn wer Widerspruch erhebt, muß auchWiderspruch ertragen.Ich kann Ihnen einräumen, daß Sie erfahrener, wohl auchbesser seien, als ich, aber wo es sich um Liebe zu fortschreitenderErkenntniß oder Ehrlichkeit im Kampfe für Ueberzeugungen han-delt, möchte ich Ihnen nicht nachstehn. Wohlan, namens meinerinnersten Ueberzeugung, muß ich den Vorwurf äußerlicherUngerechtigkeit gegen Sie aussprechen!Seit 25 Jahren liegen Sie mit allerlei Confessionen undPartheien im Kampf. Sie streiten mit Wort und Schrift, mitschweren und leichten Gründen, mit Vernunft und Irrthum.Nacheinander verfochten Sie Ihr Leben lang die verschiedenstenDogmen, Grundsätze und Systeme; Sie machten einst für dieGottheit Jesu Propaganda und reden heute gegen den ganzenalten Dualismus. Einen Klopffechter nenne ichSie deshalb noch nicht!Aber ich kämpfe seit Jahren für eine einzige Idee, dieAnerkennung eines Göttlichen, das nicht die Welt selbst, nicht die