76nicht einen Mann, der gesunden Menschen-sinn in diese Klage eingemischt hätte, alsogewis keinen Philosophen. — Die Beklagtensind als Theologen, als Gelehrte dem gan-zen Publikum hinlänglich bekannt.XXVIII. Aufklärung.Die Kläger suchen nur die alte Catholi-sche Lehre, und Kirchenverfassung bey-und also gottlose, und ketzerischen Neuerun-gen abzuhalten, so wie ihre Vorfahren im-mer gethan haben. Die Beklagten dahin-gegen wollen theils uralte, theils neuereIrrlehren, Schwärmereyen, Träumereyen,Hirngeſpenſter, Unſinnigkeiten, Ueppigkeiten,Wollüsten, und Geilheiten einführen, undnoch gottlosere Schüler, als sie selbst seynd,erziehen Haben alle diese Hornissen dieorientalischen Sprachen so gründlich gelernet,daß sie ein bis dahin noch nicht übersetztesWerk ins Lateiniſche, oder Teutſche gut,wohl, und geläufig in Gegenwart eines dar-zu sonderlich bestellten Aufsehers übersetzenkönnen? Seynd sie also Gottesgelehrte, undWeltweisen! Ja wohl solche, derer Schrif-ten der Römische Stuhl verdammet hat,und derer böse Unterrichtungen, und Lasterenein jeder Christliche, ja nur ehrlich denkendeMensch verdammt.Text.
Druckschrift
Aechtes Actenstuck der Lästerung, Verläumdung und Unverschämtheit aus dem Bönnischen Universitäts-Briefschranke
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76
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