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Sollen die Juden Christen werden?
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XIV
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XIV

nur zu Denjenigen, welche muthig genug sind, der Wahr-heit unbekümmert um persönliche Vortheile nachzustreben,und nicht davor zurückschrecken, derselben, wenn es Noththut, auch unverhohlen Ausdruck zu verleihen. Wer diesenMuth nicht besitzt, der lasse das Buch lieber ungelesen,denn wir nehmen keine Rücksicht auf Leser, welche die Wahr-heit in ihrer reinen Gestalt zu vertragen nicht im Standesind. — Doch halten wir es für nöthig, hier mit aller Ent-schiedenheit zu erklären, dass wir hier nicht als officiellerMandatar des Judenthums das Wort ergreifen, sondern nurunsere persönliche Ueberzeugung zum Ausdrucke bringen. DerVerfasser allein und nicht das Judenthum ist für die in seinerSchrift ausgesprochenen Ideen verantwortlich: Fühlt sich einePerson oder ein Stand durch unsere Worte verletzt, so mögensie hervortreten und von dem Verfasser Rechenschaft verlangen.Wir werden triftigen Beweisgründen unser Ohr nicht ver-schliessen und als Freund der Wahrheit nicht einen Augen-blick davor zurückschrecken, einen begangenen Irrthum ein-zugestehen : Das Forum der Oeffentlichkeit ist ja dazu da, damitauf demselben beide Parteien gehört werden.

Dank den vielfachen Anregungen, welche uns die Ur-theile jener hervorragenden Männer gewährten, gewann diezweite Auflage mehr als den doppelten Umfang der ersten;die Ausführungen S. 51—136 sind als völlig neue Partiehinzugekommen.

Durch ein Missversländniss des Redacteurs eines ange-sehenen Wiener Blattes wurden unter denjenigen Männern,welche den Inhalt unserer Schrift billigten, auch solcheaufgezählt, die von ihrem Standpunkte nur zum Theile unsereAusführungen billigen konnten. Wir bedauerten lebhaft denunliebsamen Irrthum, doch glaubten wir jener Notiz keinegrössere Bedeutung beilegen zu sollen. Zu unserem Er-staunen erschienen jedoch vor einiger Zeit in jenem BlatteProteste der Professoren: Paul de Lagarde in Göttingenund Th. Nöldeke in Strassburg gegen die Zumuthung, alsob auch sie unserer Schrift ihre volle Anerkennung aus-