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Sollen die Juden Christen werden?
Entstehung
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Vorrede zur ersten Auflage.

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»Was hält die Juden davon zurück, in so schwerenTagen, wo die Gemüther so tief erregt sind, hervorzutretenund Ordnung zu machen, wie dies jede Confession desLandes seinerzeit gethan? Sie behaupten, ihre Religion sei2000 Jahre alt, Jedermann kenne deren Satzungen, sie fussenja auch in der heiligen Schrift; nun denn, auch die Prote-stanten haben nicht gezögert, im Interesse der herzustellen-den gesellschaftlichen Ordnung zu wiederholten Malen dar-zuthun, worin ihr Glaube," ihre Organisation, ihr Strebenbestehe. Woher nun das Zögern der Judenschaft in dieserRichtung? Ich will nicht die Triebfedern berühren, sondern ichglaube, es ist die Zeit gekommen; dass nicht nur wir Christenalles Mögliche thun, sondern dass auch die Judenschaft dasIhre thue und ernsten Willen zeige. Der erste Schritt,den die Juden zu thun hallen, ist der, alle jene Vorbedin-gungen zu erwerben, um in die Reihe der recipirten Reli-"\gionen eintreten zu können; sie mögen hervortreten und Ge- /legenheit finden zu der Erklärung, dass sie eine der modernen /Civilisation und den Anforderungen der Zeit entsprechende VStellung einnehmen wollen, dass sie feierlich entsagen all' ) ^jenen Scheidemauern der Traditionen, durch welche sie eine /Verschmelzung mit Rewusstsein bisher unmöglich gemacht.«: V

Diese Worte sprach Otto Hermann in der Sitzung des Jungarischen Abgeordnetenhauses vom 31. Januar d. J. Wir