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3 (1903) 1587 - 1592
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762
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man auch Kaisei- Karl gegenüber Geldern und Zütphen behauptenoder wenigstens zu einer besseren Vergleiehung kommen können. 1

Heute handelt es sich aber nicht um strittige Lande, sondernum Erhaltung von Vaterland, Freiheit, Gut und Blut gegenüberder ohne irgend einen Rechtsanspruch von den Widerwärtigengeübten Nötigung, Gewalt und Tyrannei. Ausserdem hatte KaiserKarl, abgesehen von seiner erfahrenen und kraftvollen Persön-lichkeit, die kais. Autorität und dazu die ganzen Niederlande zurVerfügung, während der jetzige König von Spanien die bestendortigen Provinzen, die Schlüssel der Landströme und See, ein-gebüsst hat und die übrigen Lande derart verdorben sind, dassder König für Bestreitung von Gubernament und Besatzungen Geldin Italien und Deutschland aufnehmen muss; denn die indischenFlotten bringen nicht mehr so viel Gold und Gewürz und werdenoft von den Engländern u. a. odersunsten durch fortuna" auf-gehalten. Den Unmut des unbezahlten Kriegsvolks muss Deutsch-land entgelten, während man sich durch den Vorwand der katho-lischen Religionund anderer belies mercedes" bei der Naseherumführen lässt.

Dabei hätteunsere gnedige herschaft" mit Ritter- und Land-schaft selbst und bei andern mehr Mittel zur Verteidigung als jenezum Angriff, trotz der vielfachen Verderbung des Landes, vorallem überall ein treues Herz zum Vaterland, auch mehr Kriegs-erfahrung als früher. Durch Praktiken und Betrug gegen denfrommen jungen Fürsten haben die Spanier Städte, Pässe undOerter besetzt, die andern aber trotz allen Lauerns und Praktizirensnicht gewinnen können.Hiebei ist aber wahr, welches auch wiralle im land gross und klein leider bekennen und erfaren, die bestePatrioten aber verkern [!], nemlich das wir dannach uns mit gewaltdargegen zu setzen solchen last allein nicht haben |!] noch tragenmügen, muste ehe geschehen sein und ist uns numehr zu schwerworden' 1 . Es war daher wohl getan, den Kaiser, die benachbartenKreise und den Frankfurter Dep. Tag um Hülfe anzugehen. Aberdie vom Kaiser vorgeschlagene Friedenstraktation hat angesichtsder von den Staaten aufgebrachten und dem Kaiser überschicktenspanischen Briefe noch weniger Aussicht auf Erfolg als die vor-malige Handlung zu Köln. Inzwischen können die Lande vollendsverderbt und schliesslich wieder auseinander gerissen werden, wievor Zeiten (vgl. die Abreissung des mit Jülich bereits durch Heiratverbundenen Geldern). Selbst wenn der Kaiser sich nicht mit derTraktation aufhalten, sondern das andere Mittel wirklicher Hülfegemäss der Ex. Ordnung und dem Frankfurter Abschied sich belie-ben Hesse, würde dies doch viel zu langsam zugehen ,,und ist nichtbeharlich und durchdringend, es sei dan ein gut ernstiges dircctor-ium vorhanden, nahe gesessen, darzu genaigt und affectionirt, auclivor sich ut tandem bona causa triumphet jetzt interessirt, alsdangehets, wie man vor etlich jaren in Sachsen und sunsten wolgesehen". Kurz, Kreis- oder R. Hülfe genügt nicht; man muss sich

1 Gemeint ist die Niederwerfung Wilhelms von Jülich durchKarl V. 1543.